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VIII. Station


 
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VIII. Station
Das Mitleid schenkt eine neue Zukunft

Damals gehörte zu den Mitgliedern des Hohen Rates ein Mann namens Josef, der aus der jüdischen Stadt Arimathäa stammte. Er wartete auf das Reich Gottes und hatte dem, was die anderen beschlossen und taten, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Und er nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. Das war am Rüsttag, kurz bevor der Sabbat anbrach. Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. Am Sabbat aber hielten sie die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe ein.
(Lk 23,50-56)


Duccio di Buoninsegna
Grablegung


Da ist jemand, der sich Jesus nähert, als er gestorben ist. Wir würden sagen, dass es zu spät ist, sich seinem erloschenen Leib zu nähern.

Es ist Josef aus Arimathäa mit einigen Frauen. Sie baten um den Leichnam Jesu. Josef aus Arimathäa nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein neues Felsengrab. In diesem Grab war noch niemand bestattet worden. Es war der Tag vor dem Sabbat. Warum blieben sie dort? Josef aus Arimathäa wartete auf das Reich Gottes. Vielleicht erinnerten sich Josef und die Frauen an sein Wort, an einige seiner Worte und warteten auf etwas.

Aber was kann man von einem Toten erwarten? Was kann man sich von einem Besiegten erwarten? Was kann man sich von einem Menschen erwarten, der nicht einmal in der Lage war, sich selbst zu helfen? Nichts, fast nichts, würden alle sagen. Trotzdem kommt das neue Leben und die Rettung von diesem toten Körper, von diesem gekreuzigten Leib.

Einige gingen nach Hause und waren zufrieden, weil sie gesiegt hatten. Einige gingen nach Hause und waren froh, nachdem sie ihn verhöhnt hatten. Andere dachten darüber nach, was geschehen war. Und einige näherten sich diesem toten Leib, sie taten das, was sie tun konnten, das heißt, fast nichts mehr. Ein Leinentuch für einen Toten und ein Grab, etwas Salböl verweigert man niemandem. Niemandem wird ein Grab verweigert. Aber das Grab heißt auch Ende und Tod, es bedeutet, dass nichts mehr möglich ist.

Ein guter und gerechter Mensch hatte der Entscheidung, Jesus zu töten, nicht zugestimmt.  Aus dieser Ablehnung entstand eine Tat des Mitleids mit dem Toten. Er wurde vom Kreuz genommen, in ein Leinentuch gehüllt und in ein Grab gelegt, in dem noch niemand bestattet worden war. Aus der Ablehnung der Verurteilung entstand das Mitleid der Frauen, die aus Galiläa gekommen waren, die Josef mit dem Leichnam Jesu folgten und zurückkehrten, um wohlriechende Öle und Salben vorzubereiten.

Vor dem Grab, dem Schmerz dieser Welt, vor dem Tod, dem Schlaf der Jünger, vor der weiten Verbreitung von Leid und Tod und der verrückten Gewalt bleibt der Glaube an die Worte Jesu, der auf den Vater vertraut hat. "Kurz bevor der Sabbat anbrach": diese Lichter des Sabbat waren vielleicht nicht nur die Lichter einer Stadt, die sich auf den großen Tag der Ruhe vorbereitete, sondern auch die Lichter einer neuen Stunde, eines neuen Tages. Angesichts einer Welt voller Schmerzen, des Grabes und aller Gräber sind die, die gegen die Entscheidung zu töten sind, nicht nur zum Weinen aufgerufen. Sie sind gerufen zu glauben, zu beten und auf eine andere Stunde zu hoffen.

Sicherlich findet ein verstörtes Herz, das wenig fähig ist, sich zu prüfen und zuzuhören, nur wenige Worte zum Gebet. Aber der Herr hat die Seinen gelehrt, wie sie beten sollen. Die Erinnerung an die schmerzerfüllten Worte des Herrn möge unseren Weg, unsere Tage, unser Gebet und unsere Fragen auf dem Weg zum Tag der Auferstehung begleiten.




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