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IV. Station


 
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IV. Station
"Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!"

Darauf ließ Pilatus Jesus geißeln. Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, König der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht. Pilatus ging wieder hinaus und sagte zu ihnen: Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keinen Grund finde, ihn zu verurteilen. Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, da ist der Mensch! Als die Hohenpriester und ihre Diener ihn sahen, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn und kreuzigt ihn! Denn ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen. Die Juden entgegneten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat.
Als Pilatus das hörte, wurde er noch ängstlicher. Er ging wieder in das Prätorium hinein und fragte Jesus: Woher stammst du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Da sagte Pilatus zu ihm: Du sprichst nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum liegt größere Schuld bei dem, der mich dir ausgeliefert hat.
Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrieen: Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf. Auf diese Worte hin ließ Pilatus Jesus herausführen, und er setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platz, der Lithostrotos, auf hebräisch Gabbata, heißt. Es war am Rüsttag des Paschafestes, ungefähr um die sechste Stunde. Pilatus sagte zu den Juden: Da ist euer König! Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn! Pilatus aber sagte zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester aber antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.
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(Joh 19, 1-16)


Duccio di Buoninsegna
Die Dornenkrone


Die Geschichte Jesu ist verbunden mit der Geschichte vieler Menschen. Sie unterscheidet sich nicht sehr von der Geschichte vieler Gefolterter, die überall auf der Welt in den Gefängnissen sind: Mit ausgeklügelten oder groben Folterwerkzeugen gegeißelt, menschlich zugrunde gerichtet, gedemütigt, geschlagen, vielleicht sogar noch schlimmer als Jesus, denn es gibt einen schrecklichen und tragischen Fortschritt in den Methoden, Menschen leiden zu lassen. Auch heute gibt es viele, zu viele Menschen, mit denen auf diese Weise umgegangen wird. Auch durch die Geschichte unserer Zeit zieht sich die Spur von zu viel Hass. In vielen Teilen der Welt schreien die Hohenpriester und die Gerichtsdiener: "Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!" Auch heute gibt es dieses wutentbrannte und fanatische Volk, das schreit: "Weg mit ihm, kreuzige ihn!" Eine Menge von Politikern steuert diese Gefühle mit unlauteren und traurigen Argumenten, die am Ende Erfolg haben: "Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers. Jeder, der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf."

Dieses Verhalten weckt in Pilatus keine großen Gefühle. Er zeigt sich als Mann der Vernunft, der zwar erschrickt, aber der Politiker ist und auf den Druck aus unterschiedlichen Richtungen achten und ausgleichen muss. Diese Szene gleicht vielen heutigen Tragödien: den Dramen einzelner Personen und ganzer Völker, von wutentbrannten Menschenmengen und wehrlosen Opfern, von komplizierten Gedankengängen, die durch das Anhäufen von Gewalt und Blut noch viel verworrener werden. Das Antlitz Jesu löst sich gleichsam auf, und in ihm werden viele Gesichter, viele Welten, viele Gefängnisse, viele Konzentrationslager und alle Kriege sichtbar.




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