Gedenken an die Kirche

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Das Volk der Sinti und Roma - auch die Muslime unter ihnen - feiert den heiligen Georg († um 303), der als Märtyrer starb, um die Kirche zu befreien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Johannes 15,9-11

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus setzt seine Rede fort und bekennt nun offen die Art seiner Liebe: "Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt." Er fühlt sich nicht herabgesetzt, wenn er sagt, dass seine Liebe zu den Jüngern die Frucht einer noch größeren Liebe ist. Wir möchten uns gern darstellen, wollen originell erscheinen und von niemandem abhängig sein. Deshalb schämen wir uns, wenn wir eingestehen, dass unser Glück von der Liebe eines anderen abhängt, der größer ist als wir selbst. Das kommt von einem Individualismus, der die gesamte Kultur vergiftet mit dem Ergebnis, dass sich gesellschaftliche Verbundenheit auflöst und die Solidarität geschwächt wird. Unabhängigkeit von anderen führt nicht zur Liebe, sondern zum Gegenteil, nämlich zur Einsamkeit. Die Einsamkeit ist ein sehr gefährliches Virus, das zu einer schrecklichen Pandemie führt: Sie erfüllt das Gemüt mit Traurigkeit, schwächt das Herz, nimmt den Händen die Kraft und macht unfähig, zu lieben. Wenn wir in der Liebe Jesu bleiben, entdecken wir die Freude der gegenseitigen Liebe und den Traum der universalen Geschwisterlichkeit, die Gott in das Herz eines jeden Menschen hineingelegt und die Jesus als gemeinsame Bestimmung aller Völker der Erde verkündet hat. Das Wesen unseres Lebens und unserer Freude besteht darin, diesen Traum Gottes für die Welt aufzunehmen. Daher müssen wir unbedingt all jene in diese Revolution der Geschwisterlichkeit einbeziehen, die am Rand leben oder ausgegrenzt sind. Die von Jesus verheißene vollkommene Freude besteht nicht aus kleinen und vergänglichen individuellen Freuden. Sie ist die Teilhabe am Plan Gottes für die Welt. Die wahre Freude besteht darin, dass wir Jesus so lieben, wie er uns geliebt hat, indem wir seine Brüder und Schwestern werden für den großen Heilsplan der Welt.