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Coronavirus, Sant'Egidio: Brief von Bundeskanzlerin Merkel an Andrea Riccardi: "Sie können sicher sein: Deutschland und Europa stehen an der Seite Italiens, es muss mehr getan werden." Dank an die Gemeinschaft

30 April 2020

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Andrea Riccardi, der Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, hatte einen Brief an Angela Merkel über die schlimmen sowohl sozialen als auch ökonomischen Auswirkungen der der Coronavirus-Epidemie in Italien geschrieben und dabei auch auf eine starke Solidarität mit dem Land hingewiesen. Darauf hat die Bundeskanzlerin folgendermaßen geantwortet:

 

            „Herzlich danke ich für Ihren Brief in dem sie über die schlimmen Folgen der Covid-Pandemie in Italien berichten. Diese Pandemie ist auf Weltebene, in Europa und für jedes einzelne Land eine Herausforderung ohne gleichen. In Deutschland haben wir mit großer Anteilnahme die Entwicklung der vergangenen Wochen in Italien mitverfolgt. Uns ist die schwierige Lage bewusst, in der sich Ihr Land aktuell befindet.
           Umso mehr muss dem Einsatz der Gemeinschaft Sant’Egidio und den vielen Ehrenamtlichen Anerkennung ausgesprochen werden. Ihre Hilfe ist wertvoll für Menschen, die besonders bedürftig sind und intensive Unterstützung benötigen. Dafür danke ich Ihnen sehr.
         Sie dürfen sicher sein: Deutschland und Europa stehen mit allen Kräften an der Seite Italiens. Verschiedene deutsche Krankenhäuser haben italienische Patienten aufgenommen, die Bundesregierung hat Gesundheitsmaterial nach Italien geschickt. Zugleich wissen wir, dass im Blick auf die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie mehr getan werden muss; auch in dieser Hinsicht sind wir bereit, im Geist der europäischen Solidarität zu handeln. Das Abkommen der Eurogruppe über ein Maßnahmenpaket vom 9. April ist dafür ein deutlicher Beweis.
           Für Ihre wichtige Arbeit wünsche ich Ihnen und allen, die in der Gemeinschaft Sant’Egidio engagiert sind, viel Kraft, Weitsicht und Erfolg.“