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Flüchtlinge: die polnische Kirche entscheidet sich für die humanitären Korridore. Freude bei der Gemeinschaft Sant'Egidio

9 Juni 2016

Humanitäre Korridore

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Mit großen Interesse begrüßt die Gemeinschaft Sant'Egidio die Entscheidung der Polnischen Bischofskonferenz, der nationalen Caritas die Umsetzung von humanitären Korridoren für Syrienflüchtlinge anzuvertrauen, wie es in einem Kommunikee mitgeteilt wurde.
Es ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass sich in Europa immer mehr ein Modell verbreitet, das in Verbindung von Menschlichkeit und Sicherheit schon die Einreise von über 200 syrischen und irakischen Flüchtlingen nach Italien ermöglicht hat. Dies geht auf eine Initiative der Gemeinschaft Sant'Egidio in Zusammenarbeit mit der Union der Evangelischen Kirchen in Italien und der Waldensertafel im Rahmen eines Abkommens mit der italienischen Regierung zurück.
Das Modell erweist sich immer mehr als geeignet, um Menschenleben zu retten, indem die Reisen der Verzweiflung über das Mittelmeer vermieden werden. Für Kriegsflüchtlinge wird eine reguläre Einreise nach Europa mit Linienflügen ermöglicht. Daher ist vollkommene Sicherheit garantiert, für die Flüchtlinge und auch durch die vor der Abreise durchgeführten Kontrollen auch für die Aufnahmeländer.
Sant'Egidio hegt den Wunsch, dass der Vorschlag der polnischen Kirche baldmöglichst durch Abkommen mit den staatlichen Behörden umgesetzt wird. Die Gemeinschaft erneuert ihren Appell an alle europäischen Ländern, dieses Modell für Humanität zu übernehmen, das auch eine bessere Integration in unsere Gesellschaften fördert.