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Brand der Baracken in Apulien - der Tod zweier afrikanischer Migranten darf nicht hingenommen werden

3 März 2017 - ITALIEN

Einwanderung

Der Staat und die Arbeitgeber müssen sich sofort um eine würdige Unterbringung der Menschen kümmern, die zum wirtschaftlichen Wohl unseres Landes beitragen

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Zwei Afrikaner, die wahrscheinlich aus Mali kommen, haben bei einem Brand im sogenannten "großen Ghetto", einem Barackenviertel für Arbeiter in der Landwirtschaft im ländlichen Bereich von San Severo und Rignano Garganico in der Provinz Foggia, ihr Leben verloren.

Während die Ursache für den Brand noch unklar ist, bringt die Gemeinschaft Sant'Egidio ihr Anteilnahme zum Ausdruck und erhebt deutliche Anklage: "Eine solche Tragödie ist für unser Land nicht hinnehmbar. Es wäre noch schlimmer, wenn eine Absicht hinter dem Brand stecken würde. Es handelt sich um Saisonarbeiter, die zum Wohl unserer Wirtschaft beitragen und im Ernteeinsatz auf unseren Ländereien tätig sind. Sie müssen als Menschen und nicht als Arbeiter zweiter Kategorie behandelt werden, die zu oft ausgebeutet werden."

Während der Frühling kommt und landwirtschaftliche Tätigkeit wieder zunimmt, werden der Staat und die Arbeitgeber dringend aufgefordert, "Maßnahmen zu ergreifen, die menschliche Arbeitsbedingungen und Lebensverhältnisse für diese Arbeitskräfte garantieren, was auch der Kultur Italiens entsprechen muss."