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Ägypten und Sant’Egidio: Gläubige aller Religionen dürfen die Kopten nicht allein lassen, die Opfer eines unmenschlichen Anschlags geworden sind

26 Mai 2017

ÄgyptenTerrorismus

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Die Gemeinschaft Sant’Egidio bekundet ihre Nähe und trauert mit der Koptischen Kirche von Ägypten, die erneut Opfer eines unmenschlichen Anschlags geworden ist. Viele Kinder sind unter den zahlreichen Opfern. Diese Tat ist wirklich Ausdruck einer blinden Gewalt, deren einziges Ziel darin besteht, Terror und Tod zu verbreiten. Es waren Pilger, die friedlich auf dem Weg zum Wallfahrtsort von Menyah waren im Süden der Hauptstadt, Familien von einfachen Gläubigen. Wie am Palmsonntag in Alexandrien und Tanta und wie im vergangen Jahr in Kairo wurden unschuldige und wehrlose Menschen allein aus dem Grund getötet, weil sie Christen sind.
 
In diesem Moment der Trauer bekunden wir unsere enge Verbundenheit mit Patriarch Tawadrous II. und seiner gesamten Kirche, die seit den Anfängen des Christentums in diesem Land fest verwurzelt und in jeglicher Hinsicht ein integraler Bestandteil der ägyptischen Nation ist. In dieser sehr schwierigen Übergangsphase der Geschichte dürfen die ägyptischen Kopten nicht allein gelassen werden. Sie brauchen die Solidarität aller Kirchen und der Gläubigen aller Religionen. Es muss alles getan werden, um bald aus dieser schrecklichen Gewaltspirale herauszukommen.