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"Best practice" von Sant'Egidio gegen Covid-19 in Mosambik: Maskenproduktion wird weiter erhöht, Gesundheitserziehung in den Peripherien

21 April 2020 - MOSAMBIK

Afrikachoronavirus

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Die Ausbreitung des Virus Covid -19 in Afrika bereitet große Sorge, auch weil es an Material für die Sicherheitsmaßnahmen fehlt. Daher haben die Zentren von Sant'Egidio große Mengen von Masken hergestellt und setzen diesen Einsatz fort, um sie vor allem an bedürftige und gefährdete Personen zu verteilen.

In Mosambik ist schon von Anfang der Pandemie deutlich geworden, dass Schutzmasken fehlen, häufig sogar für das Gesundheitspersonal. Sant’Egidio hat Pionierarbeit geleistet, denn schon seit einem Monat werden Stoffmasken hergesetllt und verteilt.

In Matola findet die eifrige Arbeit in den Räumen des Ernährungszentrums statt, wo die Aktivisten von DREAM und die Jugend für den Frieden gemeinsamen alles tun, was möglich ist, um sie für die Kranken von DREAM, für Straßenkinder und alte Menschen herzustellen. Ebenso wird auch in Beira, Nampula, Quelimane gearbeitet. Die Nachricht hat sich schnell verbreiett, jetzt kommen bei der Gemeinschaft viele Bitten um Hilfe an.

Auch die Verantwortlichen vom Gesundheitsamt in Matola haben Sant'Egidio um Mitarbeit gebeten, um dem Personal die Herstellungsweise zu vermitteln, das soll auch für das benachbarte Krankenhaus gelten. Täglich kommen Besucher zu den Ehrenamtlichen von Sant'Egidio, um sichere Methoden zu "lernen" zur Herstellung von guten Masken zum Schutz vor dem Virus. Einige Firmen haben Material gespendet und andere Nähmaschinen, sodass die Produktion ausgeweitet werden kann, um vor allem viele Arme zu schützen.

In Beira werden täglich bis zu 150 Masken hergestellt. Es wurden Nähmaschinen gespendet, sodass bis zu 1.500 Masken täglich hergestellt werden sollen (Video) .

Auf den Bildern sieht man einige Orte, an denen die Masken verteilt werden: für alte Menschen, denen Sant'Egidio nach dem Zyklon Idai Häuser gebaut hat, in den Zentren von "BRAVO!" für die Mütter, die ihre Kinder registrieren lassen, für Straßenkinder, für Aussätzige (demnächst auch im Aussätzigenheim von Nacopa in der Nähe von Quelimane).

Bei der Verteilung wird darauf wert gelegt, allen zu erklären, wie man die Masken richtig verwendet und andere Vorsichtsmaßnahmen ergreift, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Sant’Egidio führt auch Kampagnen der Sensibilisierung zum Schutz vor dem Virus vor allem in den Peripherien durch. Das ist eine wichtige kulturelle Aktivität, denn Gewohnheiten und Lebensstil müssen geändert werden. Außerdem gibt es viele gefährliche Fakenews und überaltete Vorstellungen, die durch wissenschaftliche Fakten ersetzt werden müssen, um den Einsatz zum Schutz vieler zu verstärken.