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Welternährungstag: Appell zur Solidarität in einer Nahrungsmittelnotlage für viele. Sant'Egidio im Einsatz für #essenfueralle

16 Oktober 2020

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Weltweit

"Der Hunger ist für Millionen Frauen und Männer eine Alltagsrealität: akuter Hunger litten 2019 135 Millionen Menschen. Ein Rekord in den vergangenen Jahren, dahinter verbergen sich Unsicherheit, Terrorismus und Krieg: Jemen, Südsudan, Nigeria, Kongo, Burkina Faso sind hungernde Länder, und andere mehr." Das Problem des Hungers darf man nicht verdrängen. Dafür steht der kürzlich verliehene Friedensnobelpreis für das World Food Programm der UNO — wie Andrea Riccardi aus diesem Anlass im Coriere della Sera geschrieben hat. Die Auszeichnung erfolgte wenige Tage vor dem Welternährungstag am 16. Oktober, dem Gründungstag der FAO (Food and Agriculture Organization).

In Zeiten der Pandemie nimmt das Problem der Nahrungsversorgung zu. Es betrifft Personen mit ungeregelter Beschäftigung in den Großstadtperipherien der unterentwickelten Länder und auch viele, die in reicheren Ländern unter der durch den Gesundheitsnotstand ausgelösten Wirtschaftskrise leiden.

In allen Ländern, in denen Sant'Egidio tätig ist, werden Initiativen zur Bekämpfung der Ernährungsnotlage durchgeführt: neben den Mensen der Gemeinschaft und den traditionellen "Mahlzeiten unterwegs" für Obdachlose werden in vielen Ländern Lebensmittelpakete an durch Covid-19 verarmte Familien ausgegeben.

Initiativen auf der Homepage, damit die Solidarität einen Platz bekommt

Die Gemeinschaft Sant’Egidio hat eine Kampagne “Essen für alle” begonnen, um ihren Einsatz zur Versorgung mit Nahrung in Mensen, bei Essensausgaben und solidarischen Maßnahmen zu verstärken. Obdachlose, Familien und alte Menschen sind wichtigsten Begünstigten. Niemand soll allein gelassen werden, es wird an die Solidarität vieler appelliert, damit bei zehmenden Ansteckungszahlen niemand in der Not verlassen wird. Diese Antwort wird unter Einhaltung aller Einschränkungen und Gesundheitsvorschriften umgesetzt, denn die Solidarität ist eine Tür, die für niemanden verschlossen bleiben soll.

Im Rahmen der Kampagne "Essen für alle", ist die Initiative solidarische Mahlzeit (IT) eine konkrete und umsetzbare Geste: auf der Onlineplattform kann man Mahlzeiten, Gutscheine für den wöchentlichen Grundbedarf und persönliche Hilfe verschenken.

Teilnahme am Solidaritätsmenu (IT) »