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Anteilnahme und Empörung über die Vollstreckung des Todesurteils an Lisa Montgomery, die trotz zahlreicher Appelle und eine kurzfristige Aussetzung durchgeführt wurde. Wir kämpfen weiter, damit der Wert eines jeden Lebens anerkannt wird

13 Januar 2021

Todesstrafe

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Die Gemeinschaft Sant’Egidio bringt mit vielen, die in diesen Tagen den Kampf für das Leben von Lisa Montgomery geführt haben, ihre Anteilnahme verbunden mit Empörung und Protest gegen die grausame Entscheidung zum Ausdruck, die Hinrichtung zu vollstrecken, obwohl der Antrag auf eine Aussetzung wegen ihrer schlimmen psychischen Erkrankung vorlag.


Dieser Akt zeigt nur den Wunsch nach einer „legalen“ Rache, die nichts mit dem Recht zu tun hat, das immer für das Leben eintritt.

Dieser entsetzliche Tod heilt nicht die durch Gewalt hervorgerufenen Wunden, sondern verbreitet Hass und Verzweiflung in einer Gesellschaft, die doch Vernunft, Rehabilitation im Justizsystem, Barmherzigkeit und Vergebung so dringend benötigt.

Wir äußern den Wunsch, dass die ruchlose Entscheidung, auf Bundesebene in den Vereinigten Staaten wieder Hinrichtungen durchzuführen, bald widerrufen und nach so vielen Toten eine neue Zeit des Respekts für das Leben eingeleitet wird.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio dankt allen, die mit uns gekämpft und den Appell zur Rettung von Lisa unterstützt haben. Sie ruft alle auf, den Einsatz für das Leben und gegen jede Form der Todesstrafe auf der Welt zu verstärken.