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Gedenken an Pfarrer Jacques Hamel: ein Mann des Dialogs und Gebetes, der vor fünf Jahren in seiner Kirche in Frankreich getötet wurde

26 Juli 2021

Märtyrer
Jacques Hamel

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Vor fünf Jahern wurde Pfarrer Jacques Hamel im Alter von 86 Jahren bei der Feier der Hl. Messe in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray von zwei sehr jungen Anhängern des Islamischen Staates getötet. Für ihn ist ein Seligsprechungsprozess im Gange.

Zu seinem Leben:

Pfarrer Jacques Hamel, 86 Jahre, war mitarbeitender Priester in der Pfarrei Saint-Etienne-du Rouvray und half Pfarrer Auguste Moanda-Phauati bei der Seelsorge. Am 26. Juli 2016 wurde er in seiner Kirche in Saint Etienne du Rouvray von zwei jungen Anhängern des Islamistischen Staates ermordet. Sein Brevier wird in der Kirche St. Bartholomäus auf der Tiberinsel in Rom aufbewahrt, einer Gedenkstätte für die neuen Märtyrer.
Kurz nach seiner Ermordung hat Papst Franziskus den Prozess für seine Seligsprechung eröffnet, denn "ein Märtyrer ist wie alle Märtyrer ein Seliger", so hatte er in der Predigt der Trauermesse gesagt, die am 14. September 2016, dem Fest der Kreuzerhöhung, im Haus Santa Marta in Anwesenheit der Familie des Priesters und von Pilgern gesagt, die zusammen mit dem Bischof von Rouen, Monsignore Dominique Lebrun, aus der Normandie gekommen waren.


Pfarrer Hamel geriet ins Visier, weil er ein Mann des Dialogs war:
"Die barbarische Tötung von Pater Hamel ist die Tat, die auf die Bedeutung seines Tuns hinweist", sagt Don Angelo Romano, der Rektor der Basilika St. Bartholomäus auf der Tiberinsel in Rom, die der Gemeinschaft Sant'Egidio anvertraut und den "neuen Märtyrern" gewidmet ist. Dort befindet sich auch das Brevier von Pfarrer Hamel. "Pater Hamel" - so sagt Don Romano - "geriet ins Visier, weil er ein Mann des Dialogs, ein Mann des Friedens und ein Mann der Geschwisterlichkeit auch für die muslimischen Gemeinde von Saint-Etienne-du-Rouvray war. Wie immer richtet sich der Hass der Terroristen in erster Linie gegen Menschen, die eine Brücke darstellen, so auch in Syrien, als als erstes zwei Bischöfe entführt wurden und man leider nie wieder etwas von ihnen hörte, der griechisch-orthodoxe Metropolit von Aleppo, Paul Yazigi, und der syrische-orthodoxe Metropolit Mar Gregorios Ibrahim, die zu den Bischöfen gehörten, die sich am meisten dafür einsetzten, eine Brücke zwischen den Religionsgemeinschaften in diesem Land aufzubauen. Der Tod von Pfarrer Hamel steht sozusagen für das, was er tat, und betont umso mehr die Schönheit dieser Gestalt eines Priesters".