Gedenken an die Mutter des Herrn

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Hochfest der Verkündigung des Herrn an Maria.
Gedenktag des seligen Priesters Omeljan Kovc der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine, der 1944 im Lager Majdanek ermordet wurde, weil er Juden vor der Verfolgung beschützt hatte.


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Evangelium nach Lukas 1,26-38

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Die Liturgie der Kirche lädt uns zur Feier des Tages ein, an dem der Engel nach Nazaret gesandt wurde und Maria verkündete, dass sie die Mutter Jesu werden sollte. Das Evangelium führt uns nicht etwa in den Tempel von Jerusalem, sondern in die armselige Behausung einer Jugendlichen, die allein ist und den sehr verbreiteten Namen Maria trägt. Der Engel tritt ein und begrüßt sie. Maria ist ein Mädchen wie alle und führt ein gewöhnliches Leben in ihrem Dorf. Doch auf ihr ruht der Blick Gottes. Seit ihrer Empfängnis ist sie auserwählt, die Mutter des Erlösers zu sein. Gott hat sie bewahrt und umsorgt, hat sie gleichsam schön gemacht und von jedem Makel gereinigt, damit sie Jesus aufnehmen kann. Deshalb spricht der Engel sie mit den Worten an: "Sei gegrüßt, du Begnadete". Maria ist wirklich ganz von der Liebe Gottes erfüllt. Darin ist sie uns allen voraus oder anders ausgedrückt: sie ist die, die jene Liebe mit einer gänzlichen Hingabe an den Herrn erwidert. So erschrickt sie, sobald sie das Wort des Engels vernimmt. Der Engel aber beruhigt sie: "Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben." Diese Botschaft verwirrt sie jedoch nur noch mehr, denn sie lebt ja noch gar nicht mit Josef zusammen. Darum fragt sie: "Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?" Der Engel fährt fort: "Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten". Wir können uns das Durcheinander der Gedanken im Herzen dieses Mädchens vorstellen! Sie hätte Nein sagen und in aller Ruhe ihr gewohntes Leben fortsetzen können. Das wäre gewiss möglich gewesen, doch dadurch hätte sie sich dem großen Plan Gottes entzogen. Wenn sie dagegen Ja sagt, würde sie bestenfalls als ledige junge Mutter dastehen. Doch Maria überlässt sich ganz dem Herrn: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." Als Erste erfährt sie diese große Liebe Gottes und antwortet auch als Erste auf das Wort des Engels mit vollkommener Zustimmung. Maria ist die Erste der Gläubigen und gibt uns ein Beispiel dafür, wie wir Menschen Hörer des Wortes Gottes sein sollen. Ihr Gehorsam ist die Grundlage des Heils. An diesem Tag wurde in diesem Ja der Ungehorsam Adams und Evas aufgehoben, und es begann die Zeit der Erlösung. Lernen wir mit Maria, das Evangelium in unserem Herzen aufzunehmen. So werden wir Anteil erlangen am Geheimnis der Erlösung.