Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 40,25-31

Mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre, spricht der Heilige. Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat diese Gestirne erschaffen? Der vollzählig herausführt ihr Heer, er ruft sie alle beim Namen. Wegen seiner Fülle an Kraft und mächtiger Stärke fehlt kein einziges. Warum sagst du, Jakob, warum sprichst du, Israel: Verborgen ist mein Weg vor dem HERRN, meinem Gott entgeht mein Recht? Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der HERR ist ein ewiger Gott, der die Enden der Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Oftmals im Leben verlieren wir die Wahrheit über uns selbst und über die Geschichte aus den Augen, denn Stolz und Dummheit machen blind und lassen uns nicht die Schwäche erkennen, in der wir alle leben. Dann vertrauen wir darauf, dass wir die Rettung entweder in uns selbst finden können oder in den „Götzen", wie etwa dem Reichtum, der Karriere oder unserem eigenen Wohlergehen. Der Prophet fordert Israel dazu auf, umherzublicken und die Nationen der Erde zu sehen - auch diejenigen, die stark und unerschütterlich scheinen - um ihre Schwäche zu bemerken. Der Prophet ermahnt, den Blick zu erheben, um die Kraft der Liebe Gottes zu sehen, der alles geschaffen hat und aufrechterhält. Unsere Stärke liegt beim Herrn. Dieser geistliche Blick, der eine Frucht des Gebets und des Hörens auf das Wort Gottes ist, reinigt die Augen unseres Herzens und befreit davon, dass wir uns den Götzen anvertrauen. Vergessen wir dabei nie, dass wir alle dazu neigen, als ersten Götzen unser eigenes „Ich" anzubeten. Einige sprechen von „Selbstvergötterung" und beschreiben einen regelrechten Kult des Ichs, auf dessen Altar auch das Schönste geopfert wird und der so sehr verblendet. Doch mit einer Reihe eindringlicher Fragen erweckt der Prophet in uns das Gespür für Gott und seine Größe. Nur der Herr ist groß und nur er regiert die Welt und die Geschichte. Wer sich dem Herrn anvertraut, empfängt Hilfe und Trost, Stütze und Kraft. Wir alle, Jung und Alt, werden ermahnt, nur auf Gott zu vertrauen: „Die aber auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt." Er, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der sichtbaren und der unsichtbaren Dinge, ist unsere Stütze und unsere Hilfe. In den Mühen des Lebens sollen wir nicht verzweifeln. Vertrauen wir vielmehr auf den Herrn, dann werden wir die Kraft empfangen, um in seiner Gegenwart rasch voranzuschreiten.