Vorabend des Sonntags

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Gebet für die Einheit der Christen. Besonderes Gedenken an die christlichen Gemeinden in Afrika.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Markus 3,20-21

Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass sie nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus kehrt in Simons Haus in Kafarnaum zurück. Sofort versammelt sich, wie es immer geschieht, eine große Menge bei ihm, die beharrlich zu ihm drängt und ihn sogar am Essen hindert. Jesus hat immer Mitleid mit dieser Menge. Er hört nicht auf. Er scheint sich keine Ruhe zu gönnen, um zu helfen und zu trösten. Diese Szene im Evangelium stellt unsere Faulheit infrage, die oft unser Leben prägt. Wie oft lassen wir uns von unseren persönlichen Rhythmen ergreifen, die unseren Bedürfnissen entsprechen, und versäumen es dabei völlig, uns zu fragen, ob die anderen Hilfe brauchen! Der Maßstab unserer Tage und unserer Sorgen dürfen nicht immer nur wir selbst sein. Die Egozentrik und die Konzentration auf uns selbst verraten die Mission, die Jesus selbst uns anvertraut hat. Die Menge heute, die Armen, die Kranken, die Einsamen, sind die Männer und Frauen, die Jesus uns anvertraut hat. Für sie sind wir persönlich verantwortlich. "Er ist von Sinnen", sagen seine Verwandten über ihn. Jesus hat diese Vorwürfe direkt kennengelernt. Von Kindheit an, auch bei Maria und Josef, als er mit gerade einmal zwölf Jahren im Tempel blieb, um mit den Gelehrten zu diskutieren. Als die Eltern, die ihn besorgt gesucht hatten, ihn für diese aus ihrer Sicht unangebrachte Entscheidung tadelten, antwortete er: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" (Lk 2,49). Die Verwandten gehen so weit zu sagen, dass er "von Sinnen" ist, dass er verrückt ist, und sie versuchen, ihn zu ergreifen, um ihn in ein normales Leben zurückzuholen. Das Evangelium ist dagegen wie ein brennendes und bewegendes Feuer. Die Kraft der Liebe ist es, die immer dazu drängt, aus sich herauszutreten und den eigenen kleinen Horizont zu überschreiten, um den Horizont Gottes zu empfangen.