Vorabend des Sonntags

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 8,1-11

Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Denn weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches, das unter der Macht der Sünde steht, wegen der Sünde, um die Sünde im Fleisch zu verurteilen; dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben. Denn diejenigen, die vom Fleisch bestimmt sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, die aber vom Geist bestimmt sind, nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches führt zum Tod, das Trachten des Geistes aber zu Leben und Frieden. Denn das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; es unterwirft sich nämlich nicht dem Gesetz Gottes und kann es auch nicht. Wer aber vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. Wenn aber Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit. Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel beschreibt die Situation derer, "welche in Christus Jesus sind". Vom Geist geleitet sind sie zu einem Lebenswandel imstande, der dem Plan Gottes entspricht. Denn wer Jesus in seinem Leben aufnimmt, ist von Grund auf von der Sünde und ihrer Knechtschaft befreit. Deshalb kann der Apostel sagen: "Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind." Die Situation des Gläubigen hat sich grundlegend gewandelt. Er ist ein neuer Mensch und wird von einer neuen Kraft gelenkt: der Kraft der Liebe, die Gott selbst seinem Herzen eingegossen hat. Paulus wiederholt: "Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes." Die Aussage von der zentralen Bedeutung des Geistes Gottes beherrscht diesen Briefteil mit Nachdruck. Das achte Kapitel des Römerbriefs ist dasjenige Kapitel, in dem der Heilige Geist im gesamten Neuen Testament am häufigsten erwähnt wird. Der Apostel möchte die neue Schöpfung, in die der Glaubende eintaucht und eingefügt wird, mit größtmöglicher Klarheit veranschaulichen. Wer den Geist Christi aufnimmt, kann nicht mehr den Begierden des Fleisches folgen, die naturgemäß zu Sünde und Tod führen. In den Gläubigen werden gleichsam ein neuer Instinkt, eine neue geistliche Leidenschaft, ein neues Empfinden und mithin auch neue Perspektiven hineingelegt, die es zu leben und zu verwirklichen gilt. Der Geist lässt in den Gläubigen den Sieg gegenwärtig werden, den Christus selbst über Sünde und Tod errungen hat. Der Geist nimmt das Leben des Gläubigen in Besitz und drängt ihn dazu, Neues zu ersehnen: "Das Trachten des Geistes aber [führt] zu Leben und Frieden", schreibt Paulus und schließt mit den Worten: "Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt". Schon jetzt erleben die Gläubigen den Sieg der Auferstehung über Sünde und Tod. Der Geist lässt uns an Gottes eigenem Leben teilhaben.