Gedenken an die Mutter des Herrn

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 40,1-11

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des HERRN Doppeltes für all ihre Sünden! Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des HERRN, alles Fleisch wird sie sehen. Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen. Eine Stimme sagt: Rufe! Und jemand sagt: Was soll ich rufen? Alles Fleisch ist wie das Gras und all seine Treue ist wie die Blume auf dem Feld. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des HERRN darüber weht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Siehe, da ist euer Gott. Siehe, GOTT, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Siehe, sein Lohn ist mit ihm und sein Ertrag geht vor ihm her. Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet Jesaja lässt sich angesichts der Lage im Exil nicht von Resignation und Mutlosigkeit ergreifen. Inspiriert vom Geist Gottes spricht er Worte des Trostes zu seinem Volk. Während er dazu auffordert, über die Schwäche und Zerbrechlichkeit des Lebens nachzudenken, ermahnt er die Gläubigen, ihren Blick auf den Herrn zu richten, der schon kommt, um sie zu retten. Deswegen ist es dringend geboten, in der Wüste einen Weg zu bahnen, auf dem der Herr kommen kann. Die Wüste ist für uns die Wüste des Herzens und der zwischenmenschlichen Beziehungen, die verwüstet sind, weil sie ohne Liebe und somit ohne Leben sind. Gott kommt nicht fern von den Herzen zur Erde, fern von den Beziehungen zwischen den Menschen und Völkern. Er kommt, um die Herzen von der Unterdrückung des Bösen und der Sklaverei der Sünde zu befreien und die Liebe wieder erstehen zu lassen, damit sie Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit hervorbringen. Das Wort Gottes lässt das Herz, zu dem es gelangt, wieder neu erblühen. Der Herr bittet den Propheten, sein Volk zu trösten und zu seinem Herzen zu sprechen, damit es neue Hoffnung schöpft. Und er bittet den Propheten, alle zu trösten. Deswegen sagt er zu ihm: „Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude!" Der Herr kommt als ein starker Hirte, der seine Schafe kennt, sie beim Namen ruft, sie versammelt, sie aus der Wüste herausholt und auf eine grüne Weide führt. Die christlichen Gemeinschaften, jeder einzelne Gläubige und wir alle sind in dieser Adventszeit aufgerufen, das Wort aufzunehmen, das uns verkündet wird. So wird unser Herz von guten Gefühlen erblühen und in den Wüsten unserer Städte werden sich Liebe und Frieden ausbreiten.