Gebet für die Kranken

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Hosea 2,16.17-18.21-22

Darum will ich selbst sie verlocken. Ich werde sie in die Wüste gehen lassen und ihr zu Herzen reden. Von dort aus werde ich ihr ihre Weinberge wiedergeben. Das Achor-Tal werde ich für sie zum Tor der Hoffnung machen. Dort wird sie mir antworten wie in den Tagen ihrer Jugend, wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog. An jenem Tag - Spruch des HERRN - wirst du zu mir sagen: Mein Mann! Und du wirst nicht mehr zu mir sagen: Mein Baal. Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den HERRN erkennen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

In dieser Woche begleiten uns einige Abschnitte aus dem Buch des Propheten Hosea, der mit besonderer Kraft Gottes Barmherzigkeit besingt. Man kennt die Familiengeschichte des Propheten, erzählt in den ersten drei Kapiteln, aus denen der Abschnitt entnommen ist, den wir gehört haben. Hosea ist mit Gomer verheiratet, die sich weiterhin prostituiert. Und doch zwingt Gott ihn, sie weiterhin zur Frau zu haben. In ihr ist Israel dargestellt, das weiter den Bund mit dem Herrn verrät. Dieser fordert Hosea auf, Gomer als seine Frau zu behalten, um so auch zu zeigen, dass er Israel trotz des Verrates liebt. Dieser Abschnitt zeigt die Stärke der Liebe Gottes, der sein Volk, obwohl es ihn verrät, weiter umwirbt, um es in den Bund mit ihm zurückzuführen. Gott hatte Israel alles gegeben, das Land mit seinen Gütern - „Brot und Wasser, Wolle und Leinen, Öl und Getränke" - doch Israel folgte weiter den Götzen, die gleichsam zu seinen Geliebten geworden waren und an die es sein Herz gehängt hatte. Zwar klagt das Wort des Propheten das Volk dafür an, dass es sich von Gott und seiner Liebe entfernt hat. Doch der Herr gibt sich angesichts der Vergesslichkeit und auch des Verrats seines Volkes nicht geschlagen. Er tut alles, um das Herz seines Volkes zurückzuerobern: Er klagt an, er spricht, er versucht es daran zu hindern, den Götzen nachzulaufen, er nimmt ihm die Gaben, die er ihm gewährt hatte. Doch alles scheint nutzlos angesichts des Stolzes, der die Israeliten sicher und selbstzufrieden macht. Dann aber führt der Herr Israel wieder in die Wüste. Dort, am Ort der Entbehrung und des Todes, spricht Gott zum Herzen seines Volkes und lässt es die Stärke und Süße der Liebe wiederentdecken, mit der es geliebt wird.