Gedenken an die Apostel

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Fest des Apostels Andreas


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 4,18-22

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn wir mit ihm sterben,
werden wir mit ihm leben,
wenn wir mit ihm ausharren,
werden wir mit ihm herrschen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Kirche gedenkt heute des Apostels Andreas, des Erstberufenen. Andreas war der Sohn des Jona und Bruder des Simon Petrus, stammte aus Betsaida und war von Beruf Fischer. Während die beiden Brüder die Netze flickten, ging Jesus am Ufer des Sees von Galiläa entlang und sprach zu ihnen: "Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen." Der Evangelist merkt an: "Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach." Jener Meister erklärte die Zukunft Gottes auf die einzige Weise, die jene Fischer verstehen konnten, vielleicht auf die einzige Weise, die sie begeistern konnte: Ihr werdet weiterhin Fischer sein, aber Menschenfischer. Für diesen Fischfang muss man das altbekannte Schiff verlassen und sich nicht mehr auf dem Wasser, sondern auf dem Land der Menschen fortbewegen, das vielleicht noch schwankender und ungewisser ist als das Wasser jenes Sees. Es ist nicht mehr das Meer aus Wasser, es ist ein Meer von Männern und Frauen, es ist die Masse der Menschen, die sie wie ein Meer aufsaugen und mit sich fortreißen wird. Andreas nimmt zusammen mit Simon die Einladung Jesu an. Nicht du bist es, der entscheidet: Ein anderer sieht dich an, liebt dich und ruft dich. In Wirklichkeit ist Jesus der erste "Menschenfischer", und er ruft am Ufer des Sees diese armen Fischer, die ihm nachfolgen. Es ist nicht unsere Aufgabe, darüber zu befinden, ob wir oder andere würdig oder unwürdig sind. Solche Urteile sind an eine weltliche Logik gebunden. In der Sichtweise des Evangeliums haben wir nur eine Aufgabe: die Einladung zu hören, anzunehmen und ihr zu entsprechen, wie es Andreas, Simon und die zwei anderen Brüder getan haben. Das ist das ganze Geheimnis des Glaubens und der Kirche selbst.