Gebet für den Frieden

Teilen Auf


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 12,38-42

Darauf wandten sich einige Schriftgelehrte und Pharisäer an ihn: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wie oft erbitten auch wir wie damals die Schriftgelehrten und Pharisäer ein Zeichen, das uns beruhigt und uns Gewissheit gibt. Das scheint eine vernünftige, im Grunde berechtigte Bitte zu sein. Doch dieses Ansinnen ist in Wirklichkeit voller Zweideutigkeit und offenbart ein nicht geringes Misstrauen. Wir halten Jesu Zeugnis durch Wort und Tat nicht für ausreichend. Der Grund dafür ist, dass wir keinerlei Risiko eingehen wollen. Jesus antwortet, dass er kein anderes Zeichen geben kann als das des Jona, das er mit dem Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung verbindet. Denn so wie Jona drei Tage im Bauch des Fisches festgehalten und dann herausgelassen und nach Ninive geschickt wurde, um zu predigen, so wird auch der Menschensohn drei Tage in der Erde bleiben und dann vom Vater auferweckt werden, um der Erlöser aller Menschen zu sein. Dieser Abschnitt des Evangeliums erklärt, warum gerade Jona so oft auf den Grabsteinen der Katakomben dargestellt wurde. Matthäus betont, dass Jesus das Zeichen ist, das Gott den Menschen gegeben hat, ein unendlich viel größeres Zeichen, als Jona es für Ninive war. Trotzdem fällt es uns schwer, an Jesus zu glauben, uns zu ihm zu bekehren, uns seinem Wort anzuvertrauen. Die Königin von Saba unternahm eine weite Reise, um die Weisheit Salomos zu hören. Uns aber fällt es schwer, das Evangelium auch nur aufzuschlagen und es zu lesen. Das Evangelium ist heute das Zeichen Gottes. Dieses kleine Buch ist den Glaubenden von Gott anvertraut, damit sie darauf hören, es in die Tat umsetzen und überall auf der Welt verkündigen. Das Evangelium, das in der sonntäglichen Liturgie einen wichtigen Teil einnimmt, soll auch im alltäglichen Leben einen wichtigen Platz erhalten. Die Menschen jeden Alters müssen sich davon nähren. Das ist die vielleicht wichtigste Aufgabe der Kirche in dieser Zeit.