Gebet für die Kranken

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Gedenktag des heiligen Nikolaus (+ 343), dessen Reliquien in Bari aufbewahrt werden. Er war Bischof in Myra in Kleinasien (in der heutigen Türkei) und wird im ganzen Orient verehrt. Gedenken an alle Christen, die im Orient leben.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 35,1-10

Jubeln werden die Wüste und das trockene Land, jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie. Sie wird prächtig blühen und sie wird jauchzen, ja jauchzen und frohlocken. Die Herrlichkeit des Libanon wurde ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, die Pracht unseres Gottes. Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie! Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt, denn in der Wüste sind Wasser hervorgebrochen und Flüsse in der Steppe. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Wassern. Auf der Aue, wo sich Schakale lagern, wird das Gras zu Schilfrohr und Papyrus. Dort wird es eine Straße, den Weg geben; man nennt ihn den Heiligen Weg. Kein Unreiner wird auf ihm einherziehen; er gehört dem, der auf dem Weg geht, und die Toren werden nicht abirren. Es wird dort keinen Löwen geben, kein Raubtier zieht auf ihm hinauf, kein einziges ist dort zu finden, sondern Erlöste werden ihn gehen. Die vom HERRN Befreiten kehren zurück und kommen zum Zion mit Frohlocken. Ewige Freude ist auf ihren Häuptern, Jubel und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das 35. Kapitel des Buches Jesaja öffnet Jerusalem und Juda den Blick hin in eine leuchtende Zukunft. Doch warum soll man sich in einer schwierigen Zeit freuen? Leichter geschieht es, dass man resigniert, die Hände erschlaffen und die Knie wanken lässt, wie es denen ergeht, die nicht glauben, dass sie noch dafür nützen können, eine bessere Zukunft aufzubauen, und die daher verzagt sind. Wie viele alte Menschen, Zerbrechliche und Arme leiden vor allem in schwierigen Zeiten unter der drückenden Last der Nutzlosigkeit! Doch der Herr lässt sein Volk nicht allein und lässt nicht zu, dass die Resignation siegt. Sein Wort ermutigt zur Hoffnung und lenkt den Blick auf die Zukunft und auf das Werk, das Gott noch vollbringen kann. Nicht alles liegt in unseren Händen, doch im Hören auf den Herrn und im Glauben, dass für Gott nichts unmöglich ist, können wir die Welt besser machen. Daher wird der Prophet gesandt und spricht ein Wort der Hoffnung: "Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott!" Das Hören auf Gottes Wort verwandelt die Menschen und die Geschichte: "Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt". Für Gott ist nichts unmöglich. Deshalb ermutigt der Prophet in diesen schwierigen Zeiten zum Vertrauen auf die Verheißung Gottes, während das Böse scheinbar die Oberhand gewinnt und jede Hoffnung und Antwort raubt. Wenn wir uns selbst nachgelaufen sind und uns deshalb verirrt haben, der Resignation nachgegeben haben, denen Vertrauen geschenkt haben, die uns daran gewöhnt haben, immer nur zu jammern und über die anderen schlecht zu reden, wenn wir manchmal den Armen die Schuld für unser Unbehagen und die Schwierigkeiten unserer Zeit gegeben haben, dann ist es jetzt an der Zeit, uns eines Besseren zu besinnen und unsere Unsicherheiten und Zweifel dem Herrn anzuvertrauen. Er wird uns nicht alleinlassen und sicher Antworten geben. So wird uns ein "Heiliger Weg" gewiesen, also ein Weg, der vor der Macht des Bösen bewahrt ist und auf dem wir alle gehen können und den auch die Lahmen und Blinden sorglos beschreiten können. Dieser Weg ist heilig, denn auf ihm werden wir schon jetzt "die Herrlichkeit des HERRN sehen".