Gedenken an die Kirche

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Ezechiel 36,23-28

Meinen großen, bei den Nationen entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen. Und die Nationen - Spruch GOTTES, des Herrn - werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise. Ich nehme euch heraus aus den Nationen, ich sammle euch aus allen Ländern und ich bringe euch zu eurem Ackerboden. Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich beseitige das Herz von Stein aus eurem Fleisch und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich gebe meinen Geist in euer Inneres und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Rechtsentscheide achtet und sie erfüllt. Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe. Ihr werdet mir Volk sein und ich, ich werde euch Gott sein.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet überbringt die Worte, die Gott zu seinem Volk spricht: "Meinen großen, bei den Nationen entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen." Israels sündiges Verhalten betrifft Gott selbst, bedeckt ihn mit Schande, zieht ihn in den Schmutz. Gott selbst wird eingreifen, Israel läutern und es zum Zeugen der Heiligkeit Gottes und seines Namens machen. Im Vaterunser lehrt Jesus uns zu beten: "Geheiligt werde dein Name." Den Namen Gottes zu heiligen heißt, an seiner Heiligkeit teilzuhaben, mit ihm, dem allmächtigen und barmherzigen Herrn, in Gemeinschaft zu treten. Gott möchte uns an seiner Heiligkeit teilhaben lassen, was nicht nur Trennung bedeutet, weil er anders ist als wir, sondern es bedeutet eine Kommunion des Lebens und der Liebe. Gott vollbringt einige Gesten, die seinen Wunsch für sein verstreutes Volk zum Ausdruck bringen, das seines Landes, des Zeichens des Bundes mit Gott, beraubt ist. "Ich nehme euch heraus aus den Nationen, ich sammle euch aus allen Ländern und ich bringe euch zu eurem Ackerboden." Dies ist die erste Geste, mit der Gott seine Liebe zeigt: Er sammelt das verstreute Volk, er baut die Einheit des zerstreuten Volkes wieder auf. "Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein." Die Begegnung mit dem Herrn vereint zum Volk und reinigt von den Sünden, die von Gott und den Brüdern und Schwestern trennen. Schließlich heißt es noch: "Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich beseitige das Herz von Stein aus eurem Fleisch und gebe euch ein Herz von Fleisch." Unsere Gedanken, Gefühle, unser Tun müssen rein werden, denn manchmal wird unser Herz wie ein Stein, hart gegenüber den anderen, vor allem hart angesichts von Schmerz und Leid, hart gegenüber den Armen. Der Herr aber gibt uns mit seinem Wort ein Herz aus Fleisch, ein Herz wie das seine, das zu Mitleid und Erbarmen fähig ist.