Vorabend des Sonntags

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Ezechiel 43,1-7a

Dann führte er mich zu einem der Tore, dem Tor, das im Osten lag. Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam aus dem Osten heran. Ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit. Wie ein Aufscheinen der Erscheinung war es, die ich gesehen hatte, wie die Erscheinung, die ich gesehen hatte - als ich kam, um die Stadt zu vernichten. - Und die Erscheinungen waren wie die Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und die Herrlichkeit des HERRN zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Und der Geist hob mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof. Und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte den Tempel. Dann hörte ich einen, der vom Tempel her zu mir redete. Der Mann aber stand neben mir. Er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen. Das Haus Israel aber soll meinen heiligen Namen nie mehr beflecken - weder sie noch ihre Könige - mit ihrer Unzucht und mit den Leichen ihrer Könige bei ihren Kulthöhen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Ezechiel hatte mit der großen Vision von der Herrlichkeit Gottes begonnen, der sich den Menschen in seinem ganzen Glanz offenbarte. Der Evangelist Johannes schreibt gleich zu Beginn seines Evangeliums: "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit" (Joh 1,14). Der Glanz der Herrlichkeit, der schon am Beginn des Buches Ezechiel beschrieben wird, drückte die Strahlkraft, die Schönheit Gottes aus, so wie sie die Jünger auf dem Berg Tabor in Jesus gesehen haben. Der Prophet verkündet die Rückkehr dieses Glanzes der Herrlichkeit: "Und die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag". Und siehe, der Herr hält mit seiner Herrlichkeit wieder Einzug in den wiederaufgebauten und gereinigten Tempel (Kapitel 40-42). Er ist in die Mitte seines Volkes zurückgekehrt, und alle können sich an seiner Gegenwart erfreuen. Der Tempel war für das Volk Israel der Ort, wo Gott Wohnung genommen hatte und wo sein Volk ihm begegnen konnte im Gebet und bei den Opfern. Es gibt die schöne Tradition der ersten Christen Jerusalems, die Maria als "Tor des Ostens" des Tempels bezeichnet, sie war es nämlich, die mit ihrem "ja" ermöglichte, dass Gott die Welt wieder mit seiner Herrlichkeit erfüllen konnte. Der Evangelist Johannes erwähnt in seinem Prolog, dass der Herr Jesus, das Wort des lebendigen Gottes, gekommen ist, um mitten unter uns zu wohnen. Bleiben wir also bei Gott, schauen wir seine Schönheit und Herrlichkeit: Er öffnet uns die Augen und das Herz, damit wir uns an seiner Gnade erfreuen können und mit ihm gehen können.