Gebet für die Kranken

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Galater 1,6-12

Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben - er sei verflucht. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündet im Widerspruch zu dem, das wir verkündet haben - er sei verflucht. Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi. Ich erkläre euch, Brüder und Schwestern: Das Evangelium, das ich verkündet habe, stammt nicht von Menschen; ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi empfangen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus schreibt an die "Gemeinden in Galatien" (Gal 1,2), der Region im Zentrum der heutigen Türkei, und betont in der Einleitung vor allem seine Autorität als Apostel. Er schreibt ihnen aus Sorge über den Irrtum, in den sie verfallen sind: Einige falsche Lehrer haben sie dazu überredet, sich einem anderen Evangelium als dem zuzuwenden, das er ihnen verkündet hatte und wonach das Heil allein aus dem Glauben an Jesus, den einzigen Erlöser, erwächst. Der Apostel ist entschlossen, das "Evangelium Christi" unversehrt zu bewahren. Er selbst, so erklärt er, ist der Erste, der dem von Jesus Christus empfangenen Evangelium gehorcht. Es ist also nicht wahr, was die falschen Lehrer über ihn behaupten, um ihn in Verruf zu bringen: dass er nur den "Menschen zu gefallen" suche. Entschieden erklärt der Apostel, dass er allein Gott gefallen will - und zwar ebendeshalb, weil er nur das predigt, was er von Jesus selbst empfangen hat. Wenn es anders wäre, schreibt er, "dann wäre ich kein Knecht Christi." Der Gesandte Christi, davon ist Paulus überzeugt, ist dazu berufen, ihm zu dienen, das heißt den Reichtum und die Neuheit des Glaubens an Christus als den einzigen Erlöser zu verwalten. Wer den Glauben nicht wirklich annimmt, nimmt Jesus nicht als seinen Erlöser an. Dieses Problem betrifft nicht bloß die Lehre, sondern die Entscheidung, allein auf Jesus, der uns rettet, zu vertrauen. "Knecht Christi" zu sein heißt, ihm zu gehorchen und die Aufgabe zu erfüllen, die er jedem Jünger anvertraut. Für Paulus besteht diese Aufgabe vor allem darin, das Evangelium zu verkünden, wie er an die Gemeinde von Korinth schreibt: "Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, gebührt mir deswegen kein Ruhm; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!" (1 Kor 9,16).