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Prävention und eine langfristige Vision sind die Schlüssel der Strategie gegen HIV/AIDS

16 Juni 2016

AIDS

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New York, 09.06. Ein Traum gegen einen Albtraum. Mit Pacem Kawonga, einer Frau aus Malawi als Repräsentantin des HIV-Behandlungsprogramms DREAM AIDS in Afrika, nahm DREAM an der UN-Generalversammlung zu HIV in New York, dem "2016 High-Level MeAeting on Ending AIDS", teil. In Zusammenarbeit mit den Ständigen Vertretungen Italiens, Deutschlands, Kenias, Malawis und Mosambiks bei den Vereinten Nationen organisierte Sant'Egidio ein Side Event, in dem es um die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der verschiedensten Akteure in der AIDS-Bekämpfung und die Erfahrungen des DREAM Programms ging. Dank der Beiträge von öffentlichen und privaten Gebern haben durch DREAM seit 2002 über 300.000 Kranke in 10 afrikanischen Ländern eine exzellente und kostenlose medizinische Behandlung erhalten. Eine weitere wichtige Aktivität von DREAM ist die Prävention der HIV-Infektionen von Kindern durch die Verabreichung der AIDS-Therapie an schwangere Frauen.

Pacem Kawonga, eine der ersten HIV-positiven Patientinnen des ersten DREAM Zentrums in Malawi, berichtete in dem Side Event über ihre Erfahrungen als gesunde Frau und Mutter von zwei gesunden Kindern, die seit Jahren ihr Leben der Unterstützung anderer Frauen, die in ähnlichen Situationen wie sie leben, widmet.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nannte bei der Veranstaltung von Sant'Egidio "drei Schlüssel-Erfahrungen der Antwort auf AIDS, der Voraussetzung zum Erreichen des gemeinsames Ziels des Endes von AIDS bis 2030, und gleichzeitig die Grundlage der Arbeit von Sant'Egidio. Erstens, den eindeutigen Menschenrechts-Ansatz, der für Inklusion und die Verpflichtung, niemanden zurückzulassen, steht. Zweitens, die gezielte Einbeziehung von infizierten und von HIV betroffenen Menschen, einschließlich ihrer Familien und Freunde. Drittens die Notwenigkeit, die Communities zu bevollmächtigen, einzuschließen und zu stärken." Gröhe gratulierte Sant'Egidio für seine erfolgreiche Arbeit, den Zugang der Bedürftigsten zu nötigen Gesundheitsleistungen zu verbessern.

"DREAM ist ein Beispiel für eine langfristige Vision im Gegensatz zur Tendenz, sich nur auf einen kurzen Zeitraum zu konzentrieren", sagte Mario Giro, der stellvertretende Außenminister Italiens, in seinem Beitrag. Giro unterstrich die Notwendigkeit, Prävention und Behandlung auf integrierende Weise zu betrachten: "Das ist ein weiteres Schlüsselelement der Strategie."

Rede von Herrn Bundesminister Hermann Gröhe