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Das Ernährungszentrum von Sant'Egidio in Matola wird 10 Jahre alt

11 Juli 2016 - MATOLA, MOSAMBIK

AfrikaMosambik

Kinder und Jugendliche feiern das erste Jahrzehnt des Zentrums, wo sie Unterstützung beim Lernen und Aufwachsen bekamen

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Über eintausend Personen, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, haben den zehnten Geburtstag des Ernährungszentrums der Gemeinschaft Sant'Egidio gefeiert, das 2006 in Matola/Mosambik von Andrea Riccardi eingeweiht wurde.

In den vergangenen zehn Jahren hat es nicht nur die Entwicklung des Stadtviertels Matola gefördert, vor allem haben Tausende Kinder Hilfen bei der Ernährung und beim Lernen erhalten. 

Bei der Feier sprach Zubaida, eine Mutter von fünf Kindern, die das Zentrum besucht haben. Sie dankte dafür, dass die Gemeinschaft ihre drei ältesten Kinder beim Lernen begleitet und geholfen hat, dass sie eine sichere Arbeit finden. Dadurch konnte sich die Familie ein neues Haus mit festen Mauern bauen, sodass sie nicht mehr in einer Baracke aus einfachem Schilfrohr leben müssen.

Daniel von der Bewegung "Jugend für den Frieden" ist das Kind Nr. 100 des Zentrums, er erinnerte an viele gemeinsame Urlaube, Weihnachtsessen und das tägliche unentgeltliche Essen: "Hier habe ich den Sinn der Freundschaft mit den Schwächeren gelernt." 

Die Leiterin des Zentrums, Calcilda Massango, betonte, dass die "Escliña", der Kindergarten des Zentrums mit drei Gruppen für 90 Kinder, ein behüteter Ort für die Kleinsten aus dem Viertel ist. Ohne diese Einrichtung würden sie allein auf der Straße herumstreunen, weil die Mütter arbeiten, oder sie würden von Geschwistern betreut, die kaum älter sind als sie selbst.

Sehr viele Mitglieder der Bewegung "Jugend für den Frieden" waren gekommen, die viele Jahre lang im Zentrum gegessen und an den Aktivitäten teilgenommen haben. Sie sind ein konkretes Beispiel dafür, dass die Freundschaft mit den Kleinen im Verlauf der Zeit gute und dauerhafte Früchte bringt. Wenn man schon als Kind Worte des Friedens hört, kann man der Feindschaft und Gleichgültigkeit gegenüber den Schwächeren in wichtiger Weise vorbeugen.