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Libyen - in Sant'Egidio wurde ein friedensstiftendes Abkommen zwischen den Stämmen des Südens aus der Stadt Sebha unterzeichnet

6 Oktober 2016 - ROM, ITALIEN

Frieden

Die in Sant'Egidio versammelten Vertreter der Stämme haben ein Abkommen für die strategisch wichtige Region des Landes geschlossen

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Vom 3 bis 5. Oktober waren Vertreter der Stämme Awlad Suleiman und Tebu aus Sebha, der Hauptstadt von Fezzan in der großen Südregion von Libyen in Rom bei der Gemeinschaft Sant'Egidio versammelt. Die beiden Delegationen haben nach intensiven Diskussionen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie die Bereitschaft bekunden, gegenseitiges Vertrauen wiederherzustellen und gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben in Sehba einzutreten. Diese Stadt ist für das gesamte Land von strategischer Bedeutung. Dort kam es seit Beginn der libyschen Krise zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, sodass eine große Unsicherheit vorherrscht.

Die Delegierten dankten für die von der Gemeinschaft Sant'Egidio übernommene Rolle und "für den langen und dauerhaften Einsatz zur Unterstützung der Bewohner der Region Fezzan". Sie bekundeten ihre Bereitschaft, das Gemeinwohl und den Dialog zur Lösung aller Auseinandersetzungen zu fördern.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio freut sich über die Einigung für die wichtigste Stadt im Süden Libyens in dieser für den Friedensprozess im gesamten Land zentralen Region. Seit mehreren Jahren setzt sich Sant'Egidio für die Lösung der libyschen Krise ein und hat insbesondere eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung von Fezzan übernommen. Einige wichtige Schritte in diese Richtung hat es schon im November 2015 durch die Stämme der Tuareg und Ubari für die Befriedung der Stadt Ubari gegeben. Im vergangenen Juni haben alle Vertreter aus dem Süden Libyens ebenfalls in Sant'Egidio ein humanitäres Abkommen unterzeichnet, das die Verteilung von Medikamenten und sanitärem Material in sieben wichtigen Krankenhäusern im Süden Libyens ermöglicht hat. Durch die Unterstützung der italienischen Entwicklungshilfe konnte die Versendung des Materials an einige Gesundheitseinrichtungen von Ubari und Sebha schon durchgeführt werden.