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Tag des Gedenkens: Nein zur Gleichgültigkeit, zur Komplizenschaft der Intoleranz und zu neuem Rassismus

26 Januar 2017

HolocaustJudentum

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72 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ist die Erinnerung an die durch Antisemitismus und rassistische Hasspredigt hervorgerufenen Schrecken und Abgründe von besonderer Bedeutung in diesem historischen Augenblick für Europa und die gesamte Welt. Die Bedeutung des Gedenktags am 27. Januar wird in besonderer Weise erkennbar, während die Generation der Überlebenden und Zeugen der Shoah mehr und mehr verschwindet.

Es darf nicht bei einem passiven Gedenken bleiben. Es gibt zu viel Gleichgültigkeit gegenüber neuen Formen von Intoleranz und Rassismus, die sich auch immer mehr auf jenem Kontinent ausbreiten, auf dem der Nationalsozialismus entstand. Es gibt die Gefahr, dass sich eine gefährliche Komplizenschaft bildet. Stattdessen müssen Taten der Solidarität, der Integration und der sozialen Inklusion von Schwachen und Diskriminierten wertgeschätzt werden, bei denen sich schon viele Bürger in Europa engagieren. Dieser Einsatz muss verstärkt werden, um eine neue Kultur aufzubauen und sie an die nächsten Generationen weiterzugeben. Das ist die beste Art, um den Gedenktag zu begehen und die Verpflichtung einzugehen, eine Kultur des Zusammenlebens aufzubauen, in der jeder einen Platz hat.

Prossimo appuntamento: 
 
29 gennaio 2017 - Milano, Italia
 
 
Andrea Riccardi sarà presente insieme a Liliana Segre (testimone della Shoah), Ferruccio de Bortoli e il rabbino Arbib al Binario 21 della Stazione Centrale di Milano.