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Holocaustgedenktag, Sant’Egidio: Gegen Rassismus und Antisemitismus, damit eine Kultur der Begegnung verbreitet wird und die Schwächeren geschützt werden

26 Januar 2018

HolocaustJudentum

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Am Holocaustgedenktag ruft die Gemeinschaft Sant’Egidio zum Gedenken an die Shoah auf, an die entsetzliche Tragödie, die über das jüdische Volk kam. 73 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau mahnt sie dazu, jeden einzelnen Akt von Rassismus und Antisemitismus nicht zu unterschätzen, die sich heute immer noch in vielfältiger Form zeigen.

Es muss an die zu vielen kleinen und größeren Konflikte erinnert werden, die überall auf der Welt Opfer fordern, Menschen zur Flucht zwischen und zunehmend Spaltungen unter Völkern hervorrufen. Besonders wendet sich der Aufruf an die jüngeren Generationen. In gefährlicher Weise gewöhnt man sich an Worte, die scheinbar aus dem Wortschatz gestrichen waren, z.B. „Rasse“. Es kommt zu regelrechten Episoden von Rassismus gegenüber Personen, die als „anders“ angesehen werden, weil sie vielleicht nur Arme oder Migranten sind. Im Bewusstsein, dass all dies durch Ignoranz gegenüber dem anderen und durch Angst hervorgerufen wird, fordern wir alle auf, eine Kultur der Begegnung und Solidarität zu fördern, die schon von vielen gelebt wird. Daher werden in verschiedenen italienischen Städten Gedenkveranstaltungen an die Shoah durchgeführt, die durch Rassentheorien und den Zweiten Weltkrieg möglich wurde. Zugleich rufen wir alle auf, nicht gleichgültig gegenüber denen zu bleiben, die heute noch diskriminiert werden, gegenüber jeder Form von Ausgrenzung: Für seine Zukunft braucht Europa eine Gesellschaft des Zusammenlebens und nicht neue Mauern und Ausgrenzung.