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Durch die humanitären Korridore sind 40 Flüchtlinge, darunter 13 Kinder, von Lesbos nach Italien gekommen

17 Mai 2021

Humanitäre Korridore

Ein Protokoll mit dem italienischen Innenministerium hat dies ermöglicht. Sie werden in verschiedenen Regionen Italiens untergebracht und bei der Integration intensiv begleitet

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Heute kamen vierzig Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos durch die humanitären Korridoren am Flughafen Fiumicino in Rom an. Sie gehören neun Nationalitäten an (darunter Afghanistan und einige afrikanische Länder) und werden in verschiedenen italienischen Regionen nach dem inzwischen erprobten Modell der humanitären Korridore leben, die es seit Februar 2016 bis heute mehr als 3.500 Menschen ermöglicht haben, sicher und geschützt vor Menschenhändlern in Italien, Frankreich, Belgien und Andorra anzukommen.

Diese jüngste Ankunft - im Rahmen eines von der Gemeinschaft Sant'Egidio und dem italienischen Innenministerium unterzeichneten Protokoll - wurde auch dank der Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden und der Unterstützung der Europäischen Kommission erreicht. Ziel ist es, einigen Flüchtlingen (Familien mit Kindern, schutzbedürftige Personen und unbegleitete Minderjährige) zu helfen, die sich seit einiger Zeit auf der griechischen Insel aufhalten und auf eine Unterbringung warten, wobei die Lebensbedingungen in den letzten Monaten durch die Auswirkungen der Pandemie noch schwieriger geworden sind.


Alle haben eine Geschichte voller Leid hinter sich und sind aus Ländern geflohen, in denen Krieg, Gewalt oder unhaltbare Zustände herrschen. Die Familien der vierzig Neuankömmlinge - darunter 13 Minderjährige - können durch das im Rahmen eines Projekts mit einer wertvollen Zusammenarbeit in der Zivilgesellschaft und mit Eigenfinanzierung endlich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Die Flüchtlinge werden in neun verschiedenen italienischen Regionen (Latium, Lombardei, Ligurien, Piemont, Sizilien, Apulien, Molise, Friaul und Trentino-Südtirol) nicht nur von Sant'Egidio aufgenommen, sondern auch von evangelischen Kirchen, Gemeinden und Vereinigungen wie der Gemeinschaft Papa Giovanni XXIII. Mit den Erwachsenen, die eingeladen werden, kostenlos an den Italienischkursen teilzunehmen, und den Minderjährigen, die sofort in Schulen angemeldet werden, werden die Wege der Integration sofort begonnen, damit sie auch durch die dann erfolgende Eingliederung in die Arbeitswelt bald auf eigenen Füßen stehen können.