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Helfen wir dem Volk von Mosambik, das unter den Folgen des Terrorismus leidet. Appell von Sant'Egidio

21 Juli 2021

Mosambik
KatastrophenhilfeTerrorismus

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"Wir richten einen Appell an die Politik, die Institutionen und die Öffentlichkeit: Lassen wir Mosambik in diesem dramatischen Augenblick nicht im Stich. In Europa wird zu wenig darüber gesprochen, es ist, als ob das Drama nicht existiert. Doch wir müssen uns des Ernstes der Lage bewusst sein, um die Bande der Freundschaft zwischen Europa und Mosambik zu erneuern, die auf die Unterstützung im Kampf um die Unabhängigkeit und den Prozess zurückgehen, der zur Unterzeichnung des durch die Vermittlung von Sant'Egidio am 4. Oktober 1992 in Rom zustande gekommenen Friedensabkommens führte". Don Angelo Romano vom Büro für internationale Beziehungen der Gemeinschaft erläuterte die Lage bei einer Pressekonferenz.    

In den letzten Monaten hat Sant'Egidio auf den wachsenden Bedarf an Hilfe reagiert und mehr als 100 Tonnen Lebensmittel, aber auch Masken, Seife, Kleidung und Decken verteilt. Die Gemeinschaft hat eine außerordentliche Spendenkampagne gestartet, um die Hilfe zu erhöhen.
 
Seit 2017 wird der Norden Mosambiksh Opfer von Terroranschlägen, die Tausende von Toten gefordert und zu 800.000 Binnenflüchtlingen geführt haben. Die Stabilität des ganzen Landes ist gefährdet. Sant'Egidio ist seit den 1980er Jahren in Mosambik präsent und inzwischen in allen Provinzhauptstädten des Landes, sowie in 140 Städten und Dörfern verbreitet, darunter auch in der Region Cabo Delgado, dem Epizentrum der dschihadistischen Anschläge. Von dort aus mussten Mitglieder der Gemeinschaft zusammen mit dem Rest der Bevölkerung ihre Häuser verlassen und in benachbarten Provinzen Zuflucht suchen, wie es in Mocimboa, da Praia, Mbau, Muatide, Muidumbe, Lyautua geschah. In Mbau (Provinz Mocimboa da Praia) wurden bei den Angriffen auf das Dorf zwischen September und Oktober 2019 acht Mitglieder von Sant'Egidio getötet; ein weiterer junger Mann aus der Gemeinschaft wurde im Juni 2020 bei dem Angriff in Mocimboa da Praia getötet.

"In diesen Monaten hat Sant'Egidio versucht, auf die wachsende Not der Binnenflüchtlinge zu reagieren und hat mehr als 100 Tonnen Lebensmittel, aber auch Masken, Seife, Kleidung, Decke
n - so Don Angelo Romano - an 25 Tausend Menschen in den Provinzen Cabo Delgado, Nampula, Niassa, Zambesia, Sofala verteilt. Mehr als tausend Menschen wurden mit ihren Familienangehörigen begleitet, um in sicheren Gebieten des Landes zusammenzufinden, andere wurden in ruhigere Gegenden umgesiedelt. Sant'Egidio hat ihnen ein Haus und ein Stück Land zur Bewirtschaftung mit Saatgut und landwirtschaftlichen Werkzeugen zur Verfügung gestellt, um ihnen zu helfen, ihr Leben eigenständig wieder aufzubauen".

In den kommenden Monaten wird die Gemeinschaft verstärkt Lebensmittel, Gesundheits- und Schulpakete verteilen, die Vertriebenen mit Arbeitswerkzeugen und Materialien für den Hausbau versorgen, plant aber auch den Bau von Schulen in einigen der größeren Lager und die Einrichtung von Stipendien für Gymnasiasten, die ihr Studium unterbrechen mussten. Zu diesem Zweck startet sie eine Spendenaktion.

SPENDENMÖGLICHKEIT FÜR DIE OPFER DES TERROISMUS IN MOSAMBIK:

Gemeinschaft Sant'Egidio
LIGA-BANK - IBAN DE71 7509 0300 0003 0299 99
Stichwort: Mosambik Opfer Terrorismus

Spendenzuwendungen können ausgestellt werden, dazu bitte Adresse angeben.