Tägliches Gebet

Liturgie des Sonntags
Wort gottes jeden tag

Liturgie des Sonntags

2. Sonntag im Jahreskreis
Gebet für die Einheit der Kirchen. Besonderes Gedenken an die alt­orientalischen Kirchen (die syrisch-orthodoxe, die koptische, die armenische und die assyrische Kirche).
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Libretto DEL GIORNO
Liturgie des Sonntags
Sonntag 20 Januar

Homilie


In der heutigen Liturgie wird das Geheimnis der Offenbarung des Herrn weiter beschrieben, das wir in der Weihnachtszeit bis Epiphanie gefei-ert haben. Früher wurde in der Liturgie der folgende Gesang ange-stimmt: „Heute vereint sich die Kirche mit dem himmlischen Bräutigam, ihre Sünden werden durch Christus im Jordan abgewaschen, die Sterndeuter eilen mit ihren Gaben zur königlichen Hochzeit, in Kana wird das Wasser in Wein verwandelt, und die zum Gastmahl Gelade-nen sind voll Freude. Halleluja“. Im Grunde genommen feiern wir jeden Sonntag das Geheimnis der Epiphanie und damit der Erscheinung des Herrn. Denn er offenbart sich uns in der eucharistischen Liturgie als Auferstandener, der das Böse und den Tod besiegt und alle Einsam-keit in Gemeinschaft und alle Traurigkeit in Freude verwandelt hat. Jeder Sonntag ist ein Ostern, an dem die Epiphanie des Herrn zu ihrer Fülle gelangt. Am Tag des Herrn werden wir aus unseren Häusern und alltäglichen Rhythmen herausgerufen, um Zugang zur Gegenwart Gottes zu erhalten, auf sein Wort zu hören, unsere Gebete an ihn zu richten und die Freude an seinem Tisch zu erfahren. Das Geschehen aus Kana in Galiläa wird somit Wirklichkeit. Auch der zeitliche Hinweis, dass dieses Ereignis am Ende der Woche stattfand, weist uns auf den eucharistischen Bezug des Wunders von Kana hin. Der Evangelist berichtet, dass Jesus zuvor bei Johannes dem Täufer am Jordan war und am vierten Tag die ersten Jünger berief, um schließlich am siebten Tag nach Kana zu kommen und an der Hochzeit zweier Freunde teil-zunehmen. Wenn der Evangelist schreibt, dass „am dritten Tag in Ka-na in Galiläa eine Hochzeit“ stattfand, verbindet er das Ende der Wo-che mit Ostern, dem Beginn einer neuen Schöpfung. Daher möchte das Zeichen von Kana viel mehr darstellen als die Erinnerung an eine Hochzeit. Das Geschehen von Kana verbindet die Ruhe der Schöpfung mit dem Beginn der neuen Zeit des auferstandenen Herrn. Kana ist das Fest der Verwandlung, der Tag der Neugeburt, der Tag der Freude über die Gemeinschaft mit dem Herrn, der Sonntag und unser Festtag, an dem wir zusammenkommen und nach den Worten des Propheten Jesaja „zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes“ werden. „Nicht län-ger nennt man dich ‚Die Verlassene‘ und dein Land nicht mehr ‚Das Ödland‘, sondern man nennt dich ‚Meine Wonne‘ und dein Land ‚Die Vermählte‘. Denn der Herr hat an dir seine Freude, und dein Land wird mit ihm vermählt“ (62,3–4). Das ist die Gnade des Sonntags, die wir verstehen müssen. An diesem Tag nimmt uns der Herr an der Hand wie ein Bräutigam seine Braut am Tag der Hochzeit.
Vielleicht gehört das Evangelium von Kana zu den Abschnitten, die wir am besten kennen. Uns ist die Szene mit der Mutter Jesu vertraut, die als Einzige bemerkt, dass der Wein ausgegangen war. Sie ist nicht um sich oder um ihr Erscheinungsbild besorgt. Ihre Augen und ihr Herz sind darauf aus und darum besorgt, alle zufriedenzustellen und ein ungetrübtes Fest zu ermöglichen. Die Sorge um die beiden Brautleute drängt sie, den Sohn um Hilfe zu bitten: „Sie haben keinen Wein mehr“. Maria fühlt sich für dieses Fest und auch für die Freude der beiden jungen Leute verantwortlich. Die Bedeutung der Worte Marias ist noch persönlicher als auf den ersten Blick erkennbar. Sie sagt eigentlich: „Wir haben keinen Wein mehr“. Eine solche Haltung müssten auch wir täglich angesichts vieler Menschen einnehmen, die Hilfe, Barmherzig-keit, Vergebung, Freundschaft oder Solidarität brauchen. Wann können auch diese Menschen das Wunder von Kana erleben? Wann kann der Herr für sie das Zeichen tun, das damals in Kana das Fest rettete? Auch heute sind die Zeichen des Herrn vonnöten, die seine verwan-delnde Kraft offenbaren. In Kana weist Maria den Dienern den Weg: „Was er euch sagt, das tut“. Dieser einfache Weg des Hörens auf das Evangelium wird auch uns als den Dienern der heutigen Zeit gewiesen. Auf diesem Weg sollen wir alle gehen. Der Christ hört wie diese Diener auf das Evangelium. Die Kirche ahmt Maria nach und wiederholt uner-müdlich: „Was er euch sagt, das tut!“ Aus dem Gehorsam gegenüber dem Evangelium entstehen die Zeichen des Herrn und seine Wunder unter den Menschen.
Die Diener bekommen von Jesus einen ungewöhnlichen Auftrag: „Füllt die Krüge mit Wasser“. Der Auftrag ist so einfach, dass man geneigt ist, ihn nicht auszuführen. Was hat das Wasser in den Krügen mit dem fehlenden Wein zu tun? Sie verstehen den Sinn dieser Worte nicht vollständig, doch sie sind gehorsam. Auch wir verstehen häufig die Bedeutung der Worte des Evangeliums nicht genau. Doch wichtig ist der Gehorsam gegenüber dem Herrn. Denn er wird das Wunder voll-bringen. Nachdem die Diener die Krüge gefüllt haben, sollen sie dar-aus schöpfen und davon etwas zu Tisch bringen. Auch dieser Auftrag scheint seltsam. Doch wieder gehorchen sie und das Fest ist gerettet. Man kann sogar sagen, dass es letztlich noch schöner endet, wie den Worten des für das Festmahl Verantwortlichen zu entnehmen ist: „Je-der setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten“. So tat Jesus sein erstes Zei-chen in Kana in Galiläa, merkt der Evangelist an. Wir haben unseren Sonntag mit dem Tag von Kana verglichen und können die sechs stei-nernen Wasserkrüge mit den sechs Tagen unserer Woche vergleichen. Füllen wir sie wie die Diener mit dem Wort des Evangeliums, lassen wir unsere Tage von diesem Wort erleuchten, dann werden sie gütiger und schöner. Kana kann wirklich das Fest des Sonntags sein, das uns durch das Geschenk des Evangeliums hilft, den guten Wein des Herrn die ganze Woche über zu bewahren.

Gebetsintentionen
Herr Jesus, der Unglaube der Welt hat Dich nicht aufgehalten: Schenke uns die Gnade der Beharrlichkeit, damit wir unaufhörlich das Gebot der Nächstenliebe und die Sendung des Evangeliums leben.

Herr, wir beten für die Kirche: Lass sie weltweit ein Volk von Propheten sein, die Hoffnung aussäen und die Arbeiter für das Gute unterstützen. Begleite unseren Papst Franziskus immer durch die Kraft Deines Geistes.

Herr, wir beten für alle, die ihr Leben für die Weitergabe des Evangeliums einsezten, für alle Verfolgten, für alle, die das Martyrium erleiden, dass sie bei Dir und im Zeugnis der alten Propheten Kraft schöpfen, um in Treue und Beharrlichkeit zu leben.

Herr Jesus, Du bist gütig und von Herzen demütig, Du bist gekommen, um Deinem Volk Frieden zu bringen: Gib, dass alle Konflikte bald ein Ende nehmen. Gedenke aller, die entführt und überall auf der Welt Gefahren ausgesetzt sind.

Herr, wir bitten Dich für alle, die fern sind von Dir und die Dich ablehnen, dass sie Deine heilende Kraft spüren und Dein Wort der Befreiung vernehmen können.
 
Besondere Intentionen:
- für den Frieden auf der Welt
- für die Kranken
- für die alten Menschen
- für Afrika