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20 Juli 2016

Die Weltreligionen kehren nach Assisi zurück, um auf den Durst der Völker nach Frieden hinzuweisen

Heute wurde das internationale Friedenstreffen vom 18. - 20. September vorgestellt, das 30 Jahre nach dem historischen Gebetstreffen von Johannes Paul II. stattfindet

 
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Dreißig Jahre nach dem von Johannes Paul II. 1986 einberufenen historischen Friedensgebettreffen der Weltreligionen finden drei Tage im Zeichen von Dialog und Zusammenleben mit dem Titel "Durst nach Frieden" statt, da solche Treffen in der heutigen Welt mehr denn je notwendig sind. Das internationale Treffen vom 18. bis 20. September in Assisi wird von der Gemeinschaft Sant'Egidio, der Diözese Assisi und der Franziskanischen Familie organisiert. In schwierigen Zeiten von Gefahren durch die verbreitete Gewalt, von Terror und Kriegen im Nahen Osten und in Afrika kommen mehrere Hundert Religionsoberhäupter aus allen Kontinenten in der Stadt des Hl. Franziskus mit Vertretern aus Kultur und Gesellschaft zusammen und begegnen auch einem großen Volk aus verschiedenen Städten Italiens und Europas.

Heute Vormittag wurde das Treffen "Durst nach Frieden. Religionen und Kulturen im Dialog" in Perugia vorgestellt. Dabei sprach der Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, über die "Notwendigkeit" gerade in dieser Zeit: "Es gibt einen großen Durst nach Frieden vor allem auf Seiten der Armen und der Opfer von Terrorismus und Gewalt, die in vielen Teilen der Welt im Gange sind. Wir wollen ihnen eine Stimme geben. Wir gehen nicht nur nach Assisi, um den dreißigsten Jahrestag des wichtigen Gebetstreffens von Johannes Paul II. zu feiern, sondern auch um mit all denen ein neues Ereignis zu begehen, die in diesen Jahren mit uns auf den Weg der Friedensarbeit unterwegs gewesen sind. Hochrangige Vertreter der Religionen und aus gesellschaftlichen Bereichen werden anwesend sein, um lautstark zu bekunden, dass die Religionen diesen Rufen der Völker nicht gleichgültig gegenüberstehen, um sich von den Hasspredigern zu distanzieren und für die Integration tätig zu sein, die der Schlüssel zum Schutz unserer Gesellschaften vor der Gewalt ist."

Täglich erfolgen Zusagen zum internationalen Treffen. Eine große Zahl von Teilnehmern wird nach Schätzungen der Organisatoren an den Plenumsveranstaltungen und den zahlreichen Podien beteiligt sein, die an verschiedenen Orten der umbrischen Stadt durchgeführt werden. Schon über 400 hochrangige Persönlichkeiten haben zugesagt, weitere werden in den kommenden Wochen dazukommen. An der Eröffnungsveranstaltung am 18. September werden unter anderem der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I. und der Philosoph Zygmunt Bauman teilnehmen. Neben Kardinälen und Patriarchen der Kirchen des Orients werden der Primas der Kirche von England, Justin Welby, Juden aus Europa und Israel, Muslime (z.B. der Rektor der Al-Azhar Universität, Abd Al-Hay Azab), Buddhisten und Vertreter anderer asiatischer Religionen nach Assisi kommen, um mit Vertretern des gesellschaftlichen Lebens (z.B. die italienischen Minister Orlando und Giannini) und der Kultur aus allen Kontinenten und auch aus Konfliktregionen wie Syrien und Nigeria ins Gespräch zu kommen.

Der Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, hob die Bedeutung des Treffens hervor: "Die verschiedenen Religionen müssen sich an einen Tisch setzen. Während der Fanatismus sogar den Terror benutzt, müssen Dialog und Gebet gestärkt werden, damit im Herzen des Menschen Neues entsteht. Der Geist von Assisi besteht in einer großen Herausforderung. Wir freuen uns als Diözese, Gastgeber dieses internationalen Treffens zu sein."

Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung von "Durst nach Frieden" sprach auch die Bürgermeisterin von Assisi, Stefania Proietti: "Unsere Stadt enthält viele Schätze, wie das Gedenken an den Hl. Franziskus und die Hl. Klara. Ein Schatz ist auch der Geist von Assisi, deren Hüter wir sein dürfen. Wir befinden uns auf Weltebene in schwierigen zeitlichen Umständen durch den blinden Terrorismus. Doch wir lassen uns nicht aufhalten: Assisi macht den Vorschlag, wie ein Leuchtturm das Licht eines neuen Humanismus gegen die Globalisierung der Gleichgültigkeit in der Welt leuchten zu lassen."

Ab sofort werden bis zum 18. September Kampagnen für Frieden und Zusammenleben durchgeführt: Appelle, vorbereitende Konferenzen und Basisinitiativen zur Unterstützung des internationalen Treffens.


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