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29 Juni 2017

Eröffnungsveranstaltung in der Halle Münsterland

Merkel kommt zum Weltfriedenstreffen nach Münster

 
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Osnabrück/Münster - Hoher Besuch beim Weltfriedenstreffen vom 10. bis 12. September in Münster: Zur Eröffnungsveranstaltung in der Halle Münsterland wird erneut Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Münster kommen.

Mehrere Tausend Teilnehmer werden erwartet, Religionsoberhäupter und Staatenlenker aus aller Welt kommen – ein wenig wirkt das im September unter anderem in Münster stattfindende Weltfriedenstreffen wie die Generalprobe für den Katholikentag im kommenden Jahr. Dabei sollen in wenigen Wochen im gemeinsamen Austausch über Religionen und Kulturen hinweg „Wege des Friedens“ beschritten werden.

Mit dabei: Bundeskanzlerin Angela Merkel

Damit sich diese nicht mit den Läufern des Münster-Marathons kreuzen, findet der Eröffnungsgottesdienst im Dom bereits am Vorabend des offiziellen Auftakts statt. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird das von der katholischen Gemeinschaft Sant‘Egidio organisierte internationale Friedenstreffen dann am 10. September im Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland eröffnet.

Die Themen Frieden und Sicherheit spielen auf allen Ebenen eine Rolle. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag in Osnabrück offenbart Münsters Bischof Felix Genn, Jahrgang 1950, seine  persönliche Gefühlswelt: „Es gab keine Zeit in meinem Leben, außer der Kuba-Krise, dass ich solche Sorgen um den Weltfrieden hatte.“ Und im Nachsatz: „Es ist schrecklich.“

Dialog der Religionen

Damit die Welt besser wird, soll der Dialog der Religionen und der Austausch in 30 Diskussionsrunden und Podien an verschiedenen Orten in Münster helfen – auch wenn sich die ganze Welt nicht schlagartig ändern werde, wie Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode bemerkt. Münster und Osnabrück, wo das Weltfriedenstreffen am 12. September mit der Verkündung eines Friedensappells zu Ende geht, seien „Hauptstädte der Friedensbewegung“.

Der Generalsekretär von Sant’Egidio, Cesare Zucconi, hebt die Bedeutung des internationalen Friedenstreffens hervor: „Religionen haben eine besondere Verantwortung.“ Es gehe um ein friedliches Zusammenleben in der Verschiedenheit. Das erfordere Respekt vor religiösen und kulturellen Identitäten. Deshalb kommen laut Zucconi auch Stimmen zu Wort, „die oft nicht gehört werden“.Sicherheit rund um die Veranstaltung hat höchste Priorität

Angesichts der hochrangigen Besucher – neben Nigers Staatspräsident werden der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft erwartet – hat Sicherheit rund um die Veranstaltung höchste Priorität.

 

30 Gesprächsrunden

Der Terrorismus leugnet Gott, Herausforderungen im globalisierten Afrika, Zusammenleben der Religionen in Israel, Christen und Muslime auf dem Weg zum Zusammenleben – vier Themen von  insgesamt 30 Podien, die am 11./12. September im Rahmen des Weltfriedenstreffens geplant sind. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, Interessierte sollen sich aber anmelden. Der Eröffnungsgottesdienst zum Friedenstreffen findet am 9. September um 18.30 Uhr im Dom statt, tags darauf ist die offizielle Eröffnung um 16 Uhr in der Halle Münsterland. Am 12. September ab 17 Uhr wird der Schlusspunkt mit Friedensgebeten und einem Friedensappell in Osnabrück gesetzt.

 

Kommentar zum Thema

Das Weltfriedenstreffen, das im September in Münster und Osnabrück stattfindet, schärft das Profil der Städte des Westfälischen Friedens. Doch das ist allenfalls ein willkommener Nebeneffekt der international besetzten Veranstaltung. Denn in diesen unruhigen und bewegten Zeiten mit Krieg und Krisenherden rund um den Globus nimmt hier zu Lande spürbar der Wunsch nach Ruhe, Frieden und Geborgenheit zu. Dabei hilft der Austausch von Religionen und Kulturen, wie er sich im Programm des Weltfriedenstreffens findet.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden auch hier Menschen, die sich über das Thema Frieden in Gesprächskreisen austauschten und auf vergessene Konflikte hinwiesen, milde belächelt oder als Friedensbewegte abgestempelt. Inzwischen scheint den meisten klar zu sein, dass der Erhalt von Frieden Mühe und Einsatz auf vielfältige Art und Weise erfordert. Da ist der interreligiöse Dialog wichtiger denn je.

Und vielleicht hilft der Geist dieses Treffens dabei, Münster schon jetzt die Inspiration, Kraft und Bedeutung des Katholikentags 2018 erahnen zu lassen. - Dirk Anger

 

 


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