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2 Wrzesień 2017

Außenminister Gabriel: Religionen gute Partner in Friedensarbeit

epd

 
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Münster/Osnabrück. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD)
sieht in den Religionen gute Partner in der Friedensarbeit.
«Religionen bewahren ein tiefes Wissen um Schuld, Vergebung und
Versöhnung», sagte der SPD-Politiker den Bistumszeitungen
«Kirche Leben» aus Münster und «Kirchenbote» aus Osnabrück (Ausgabe
vom 3. September). Ihre Gemeinschaften könnten für Ausgleich und
Gerechtigkeit in den jeweiligen Gesellschaften eintreten. «Sie haben
ein langes Zeitverständnis, das etwa in der Friedensarbeit notwendig
ist.»
 
   Die Religion wird nach Ansicht Gabriels oftmals zu pauschal
verantwortlich gemacht für Rückschrittlichkeit, Fanatismus, Gewalt
und Terror. Tatsächlich sei die Lage viel komplexer: «Ökonomische,
soziale, politische Motive vermischen sich häufig mit religiösen
Identitäten zu einem explosiven Gemisch», erklärte er. Es lohne sich,
den Blick auch auf das konstruktive Potenzial von Religionen zu
werfen, ermutigte der Außenminister.
 
   Die Zusammenarbeit mit religiösen Akteuren habe ihren Platz in der
deutschen Außenpolitik, betonte Gabriel. So spielten sie eine
wichtige vermittelnde Rolle bei der Bearbeitung gesellschaftlicher
Konflikte. «Die Perspektive von Kirchen und Religionsgemeinschaften
erweitert daher unsere außenpolitischen Analyse- und
Handlungsmöglichkeiten», erklärte der Minister. Als Beispiel nannte
er die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio. Die Bundesrepublik
unterstütze die Bewegung dabei, zum Frieden in der
Zentralafrikanischen Republik beizutragen.
 
   Der Außenminister äußerte sich anlässlich des Weltfriedenstreffen
von Sant'Egidio, zu dem vom 10. bis 12. September in Münster und
Osnabrück hochrangige Politiker und Religionsvertreter aus der ganzen
Welt erwartet werden. An der Eröffnung nimmt auch Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) teil. Weitere Gäste sind der Präsident des
Europaparlaments, Antonio Tajani, der Präsident des afrikanischen
Staates Niger, Mahamadou Issoufou, sowie einer der wichtigsten
Vertreter der islamischen Sunniten, der ägyptische Groß-Imam Ahmad
Mohammad al-Tayyeb.