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FRIEDEN


 
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Der Krieg, der Vater aller Armut

Die Gemeinschaft Sant'Egidio hat nach und nach verstanden, dass in unserer Welt Konflikte und Armut immer enger miteinander verbunden sind. Der Krieg ist der „Vater aller Armut". Er zerstört den humanitären Einsatz für die Zukunft ganzer Völker. Im Bürgerkrieg erkennen sich die Mitglieder eines Volkes nicht mehr als Brüder an.
Der Krieg ist auch das Fehlen jeglicher Gerechtigkeit, wie man es in vielen Ländern sieht, wo der Konflikt es unmöglich macht, die grundlegendsten Menschenrechte zu verteidigen, z.B. in Lateinamerika und in Afrika.

Von den Armen zum Frieden

In den letzten zehn Jahren wurde die Gemeinschaft auf internationaler Ebene immer mehr für ihren Einsatz beim Aufbau des Friedens in der Welt bekannt.
I
n den Medien spricht man von der "UNO von Trastevere" oder "den Diplomaten von Sant'Egidio".
Für diese Aktivitäten sind der Gemeinschaft Sant'Egidio verschiedene angesehene Preise und Anerkennungen verliehen worden.
In der katholischen Kirche und in anderen Kirchen blickt man auf die Gemeinschaft als einen wichtigen Bezugs- punkt, als Ort, an dem man den Geist der Einheit unter den Christen erlebt.

Die Auferstehung Afrikas

Das Schicksal des afrikanischen Kontinents mit seiner Armut und Verlassenheit steht im Zentrum der Sorge der Gemeinschaft sowie ihrer humanitären Initiativen und Friedensbemühungen. Mit dem Engagement in Mosambik begann auch die Geschichte der ersten Gemeinschaften in diesem Land..

Eine Kultur des Zusammenlebens

Angesichts der Aufwiegelung von ausländerfeindlichen Gefühlen in unserer Gesellschaft und in den europä- ischen Gesellschaften spricht sich die Gemeinschaft Sant'Egidio für eine Kultur des Zusammenlebens aus. Sie spricht vom Frieden mit den "Fremden, unseren Brüdern" und unterstreicht die Dramatik der Immigration, die ihren Ursprung in Kriegsgebieten und großer Armut hat.

Die "Methode" von Sant'Egidio

Nachdem der Erfolg der Friedensvermittlungen in Mosambik bekannt geworden war, erreichten die Gemeinschaft viele Hilfsanfragen. Im September 1994, während der interreligiösen Begegnung in Assisi, baten einige algerische Freunde darum, in ihrem Land einzugreifen, das sich in den Fängen einer schweren innenpolitischen Krise befand. Die Plattform für Algerien ist die Frucht einer intensiven Arbeit im Zeitraum bis Ende Januar des darauffolgenden Jahres. Bei zwei Treffen, die von der Gemeinschaft einberufen worden waren, begegneten sich die Vorsitzenden der wichtigsten politischen Parteien Algeriens, die sich seit Jahren nicht mehr gesehen hatten. Die Plattform ist ein „Friedensangebot“, um auf der Grundlage gemeinsamer Werte und mit der Perspektive eines notwendigen Prozesses der Demokratisierung der Gesellschaft und des politischen Lebens Wege aus der Gewalt zu finden.

Frieden und Dialog zwischen den Religionen

Der Einsatz für den Frieden ist verbunden mit einem dichten Netz von Kontakten, von Beziehungen und Freund- schaften, die nicht selten sogar am Anfang der Arbeit stehen. Entstanden sind sie dank des Engagements der Gemeinschaft seit den achtziger Jahren für die Ökumene und für den interreligiösen Dialog, vor allem zwischen den drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam, aber auch mit den anderen Weltreligionen.


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