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Der Wiederaufbau
25/08/2000 - Der Wiederaufbau beginnt

Nun ist es nicht mehr nur ein Traum. Nach der Grundsteinlegung haben die Bewohner von Chibuto verstanden, daß der Neuanfang wirklich begonnen hat, denn dies ist nach den Nothilfen, die auf die Überschwemmung folgten, das erste Projekt des Wiederaufbaus in Mosambik. Die Feier fand am 25. August statt mit den wichtigsten offiziellen Vertretern dieser kleinen Stadt, die 200 Kilometer nördlich von Maputo liegt, aber vor allem mit der feiernden Bevölkerung. Es handelt sich um 70 gemauerte Häuser und zwei Brunnen für Trinkwasser. Die Bauarbeiten im Viertel von Chimundo werden von der Gemeinschaft Sant'Egidio geleitet, Urheber des Friedensvertrages für Mosambik, der 1992 einen 16-jährigen blutigen Bürgerkrieg beendete. Die Häuser werden an einige Familien übergeben werden, die von den Überschwemmungen betroffen waren, die in den ersten Monaten dieses Jahres das Land verwüsteten und Tod und Zerstörung brachten. 

Chibuto liegt in der Provinz Gaza, einem Gebiet, das am stärksten von den Überschwemmungen betroffen war. Wenn man das Gebiet überfliegt, sieht man noch immer große Gebiete, die unter Wasser stehen und viele Familien, die noch in Zelten leben. Die Häuser der Gemeinschaft Sant'Egidio werden unter den ersten gemauerten Häusern sein, die gebaut werden. Zur Zeit der Katastrophe war Chibuto einer der großen Aufnahmepunkte für diejenigen, die es schafften, sich vor der Gewalt der Stürme und des Regens zu retten. Von den 16.000 Familien, die hier Zuflucht gefunden hatten, haben sich die meisten ganz in dieser Stadt niedergelassen, weil es für sie nicht möglich war in ihre Heimatorte zurückzukehren. 

An der Feier, der Don Matteo Zuppi von der Gemeinschaft Sant'Egidio vorstand, nahmen der Apostolische Nuntius in Mosambik Mons. Janus Juliusz, der Bischof der Diözese von Xai Xai Mons. Julio Langa und der Präsident der Mosambikanischen Caritas Mons. Paulo Mandlate teil. Außerdem waren anwesend: der Präsident der Päpstlichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden Bischof Nguyên Van Thuân, der Präsident der CELAM Mons. Jimenez Carvajal, der Präsident der SECAM Mons. Monsengwo Pasinya und der Präsident der Internationalen Caritas Mons. Fouad El Haje, obwohl er an diesen Tagen auch an dem Treffen "Versöhnung, Konfliktlösungen und Aufbau des Friedens" teilnahm, von dem wir an anderer Stelle berichten. 

Es waren auch zahlreiche Behördenvertreter und einige Vertreter der zahlreichen Gemeinschaften von Sant'Egidio in Mosambik anwesend. In seiner Rede erinnerte Don Matteo Zuppi an die Freundschaft, die die Gemeinschaft Sant'Egidio seit vielen Jahren mit Mosambik verbindet. Es handelte sich um schwierige Momente wie die Hungersnot, von der das Land Anfang der achtziger Jahre betroffen war, und um noch dramatischere Momente, wie die des Krieges, bis zum Abschluß des Friedensvertrages, der am 04. Oktober 1992 nach 2 ½ Jahren Verhandlungen, die in Sant'Egidio stattfanden, in Rom unterzeichnet wurde. 

Don Matteo erklärte auch, daß die Verwirklichung des Projekts, das 525.000 Dollar kosten wird, ermöglicht wurde durch den Einsatz von allen Gemeinschaften von Sant'Egidio auf der ganzen Welt für die Sammlung der Mittel. Nicht nur die Gemeinschaft in Rom und die europäischen Gemeinschaften haben an der Sammlung teilgenommen, sondern auch mit einem großen Einsatz der Solidarität die Gemeinschaften von Sant'Egidio in Afrika, Lateinamerika und in Asien, an dem sich nicht nur die Jugendlichen und die Erwachsenen beteiligten, sondern auch die Bewegungen der Kinder und der alten Leute, die ihren Mittelpunkt in der Gemeinschaft haben. Und man denkt schon an die Zukunft: nach der Verwirklichung der 70 Häuser und zwei Brunnen ist es geplant, im gleichen Viertel eine Schule und eine Gesundheitszentrum zu bauen.

 

 

 


 


 

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