FRIEDEN

In Vorbereitung auf das internationale Friedenstreffen "Den Frieden wagen" der Appell der Kinder von Berlin-Neukölln: "No more Walls"

Bunt, musikalisch, fröhlich und gastfreundlich - doch verbunden mit einer wichtigen Botschaft: "No More Walls". Zum wiederholten Mal fand das Straßenfest auf dem Hermannplatz statt, mittem im belebten und multi-ethnischen Viertel Berlin-Neukölln. Ganz im Sinne des kommenden Friedenstreffens „Den Frieden wagen“ verkündeten Jung und Alt von der Bühne ihre Friedensbotschaft, das ein Zusammenleben verschiedener Menschen und Kulturen gut gelingen kann und ein Reichtum ist.

Hunderte Menschen kamen vorbei und hörten den Kindern der Schulen des Friedens zu, wie sie ein starkes Wort gegen alle Mauern auf der Welt und für ein kunterbuntes Zusammenleben aussprachen. „Ich habe etwas verstanden: jeder Mensch ist unterschiedlich: der eine mag Pizza, der andere Spaghetti. Alle haben verschiedene Meinungen und das ist gut so. Aber Mauern führen zum Krieg. Krieg ist schrecklich, denn da können meine Mama und meine Tante sterben“, lautet die Botschaft der 8-jährigen Joudy aus Syrien, die vor allen Leuten auf dem Platz sprach.

Keine Mauern mehr, weder zwischen Arm und Reich, noch Einheimischen und Geflüchteten, oder Jung und Alt. Davon überzeugte die Festbesucher Frau Dr. Allihn, die von einem Berlin in der Mauerzeit erzählte, in der sie wegen ihres Glaubens und ihrer Sympathie für die Kirche aus der Schule verwiesen wurde.  Doch die Schule heutzutage ist leider oft nicht weniger hart, was der 11-jährige Mario ganz klar in seinem Zeugnis erklärte: „Man will cool sein, aber das gefällt mir nicht. Ich möchte einfach nur spielen, wie damals in Rumänien! In der Schule des Friedens kann ich aber sein, wie ich bin, ich kann Kind sein und spielen.“

Die Botschaft der Kinder war klar und laut: Wir wollen eine Zukunft ohne Kriege und Trennungen zwischen den Menschen, egal wer sie sind und woher sie kommen. An Ständen konnten alle Besucher mehr über den Einsatz Kinder für die Kinderrechte erfahren, es wurden Spiele und selbstgemachte Süßigkeiten angeboten. Die gesammelten Spenden werden den Schulen des Friedens in Lwiw (Ukraine) zugutekommen.

Diese Botschaft wird vom 10.-12. September 2023 beim 37. Internationalen Friedenstreffen der Weltreligionen, das von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert wird, in Berlin auf zentrale Plätze der Stadt weitergetragen werden. Anmeldungen und Teilnahmemöglichkeiten