Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - freundsc...en armen - Ältere menschen - das gehe...s bundes - die geme...menschen kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Die Gemeinschaft der alten Menschen


 
druckversion

Die Gemeinschaften der alten Menschen

Roma - 1975

 

Die sonntäglichen Gottesdienste und die Gebetstreffen sind freudige Momente der Danksagung für viele alte Menschen, die zu einem neuen Sinn des Lebens auferstanden sind. Sie verstehen ein langes Leben nicht mehr als Fluch, sondern als Geschenk Gottes. Die liturgischen Feiern sind eine ständige Gelegenheit zur Katechese, um das Wort Gottes zu verkünden und auf die Zweifel und Fragen, die die alten Menschen bewegen, zu antworten. Das Evangelium muss auch den alten Menschen verkündet werden. Denn auch der alte Mensch ist zu Umkehr und Hoffnung für die Zukunft aufgerufen.  

Das Evangelium verkünden



Genova

Die Verkündigung des Evangeliums bedeutet, den Sinn der Gegenwart Jesu wieder aufleben zu lassen, indem man auf sein Wort hört, betet und am Gottesdienst teilnimmt. 

Im Leid sagen die alten Menschen manchmal: „Wo ist der Herr? Hat er mich verlassen?" Es ist wichtig, sich mit ihnen zusammen dieser Frage zu stellen und ihnen zu helfen, die Gewissheit wieder zu finden, dass Gott nicht Urheber von Tod und Leid ist, sondern dass er der Herr des Lebens ist. Der alte Mensch kann immer mehr verstehen, dass Gott angesichts der Schmerzen der Menschen und ihrer persönlichen Lebensmühe nicht gleichgültig ist. In den schmerzlichen Stunden der Krankheit, wenn die Kräfte schwinden, können die alten Menschen entdecken, wie das Evangelium der Auferstehung Jesu ihnen Trost und Befreiung schenkt.

Eine solche Botschaft muss verkündet werden, indem vor allem die Gemeinschaft der Kirche die Gegenwart Jesu durch Freundschaft, Geschwisterlichkeit und Trost bezeugt. Es ist die frohe Botschaft, dass man angesichts des Dunkels nicht alleine ist, dass niemand in der Stunde der größten Schwäche verlassen ist, nicht einmal an der Schwelle des Todes.

Der Kampf gegen den Schmerz - soweit es möglich ist - gehört zu dieser geschwisterlichen Nähe: man darf nie vor dem Leid resignieren, indem man es vielleicht auch noch religiös begründet. Im Licht der Auferstehung Christi nicht vor dem Tod und dem Schmerz zu resignieren, heißt nicht, den Tod aus dem Leben der Menschen zu streichen. Vielmehr geht es darum, ihm im Licht der christlichen Hoffnung ins Gesicht zu schauen.

Presentazione al Tempio - Scuola di Mosca - 1500 Im Kapitel 25 des Buches Genesis liest man über Abraham: „Das ist die Zahl der Lebensjahre Abrahams: Hundertfünfundsiebzig Jahre wurde er alt, dann verschied er. Er starb in hohem Alter, betagt und lebenssatt, und wurde mit seinen Vorfahren vereint" (Gen 25, 7-8). Auch Isaak, sein Sohn, starb „betagt und satt an Jahren" (Gen 35, 29). In den Evangelien stehen Hanna und Simeon für jene alten Menschen, die satt an Tagen sind, weil sie denjenigen getroffen haben, auf den sie gewartet hatten: „Denn meine Augen haben das Heil gesehen" (Lk 2, 30). Diese Zeugnisse haben für die Gläubigen eine besondere Bedeutung: Aus dem Leben und dem Tod dieser Menschen spricht ein Sinn von Fülle. Auch für den Tod gibt es ein Evangelium: Man muss den alten Menschen, aber vielleicht sogar allen Menschen, verkünden, dass Jesus uns mit einer grenzenlosen Liebe in seine Arme schließt.

Die alten Menschen der Gemeinschaft erfahren Begleitung in dem Bemühen, ihre eigene religiöse Dimension zu erhalten und zu vertiefen, an den Sakramenten und religiösen Veranstaltungen teilnehmen zu können, auch wenn sie pflegebedürftig sind. Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die gemeinschaftliche Spendung des Sakramentes der Krankensalbung. Eine besondere Aufmerksamkeit wird den Kranken und den Sterbenden entgegengebracht, damit sie geistliche Stärkung erfahren und in dieser schwierigen Phase des Lebens begleitet werden, wobei der Glaube und der Wille eines jeden respektiert wird. Man kümmert sich um die Beerdigung eines jeden alten Menschen, der es wünscht, und vor allem derer, die keine Familie haben. Denn oft sind besonders in den Städten die rituellen Momente von Trauer und Beileid in Vergessenheit geraten. Das führt bei vielen alten Menschen zu großer Verwirrung und zur Sorge, weil sie oft niemanden finden, dem sie diesbezüglich ihren letzten Willen anvertrauen können. Außerdem ist das Begräbnis ein weiterer Ausdruck der Liebe, jener Liebe, die den Tod besiegt, und es ist ein Trost für den, der wegen der Trennung Schmerz empfindet.

Die alten Menschen in der Gemeinschaft

Roma

In der Gemeinschaft, wo die alten Menschen geschätzt und geehrt werden, fühlen sie sich erneut als Personen wie alle: Sie leben intensiv ihren Glauben, entdecken den Wert der Zeit, die sie zur Verfügung haben, verlieren das Gefühl, unnütz zu sein, verstehen die heutige Welt besser, leben ihren Auftrag in der Kirche und helfen anderen. Die alten Menschen können für alle ein beredsames Zeugnis sein, dass man nie zu arm, zu schwach oder zu alt ist, um anderen helfen und Solidarität üben zu können. Das ist das Geheimnis, das die alten Menschen in der Gemeinschaft entdeckt haben, auch diejenigen, denen es schlechter geht oder die sich weniger bewegen können. Immer, in jedem Moment des Lebens, kann man etwas für andere tun: einen Telefonanruf, einen Besuch, ein Lächeln.

Jesus selbst zeigt dem alten Nikodemus diese Spiritualität eines immer wieder neu geboren Werdens auf. Er lädt ihn dazu ein, nicht zu glauben, bereits angekommen zu sein, sondern sich im Geist zu erneuern. Die alten Menschen der Gemeinschaft machen das Versprechen des Wortes Gottes wahr: „Sie tragen Frucht noch im Alter" (Ps 92, 15). Auch wenn ein alter Mensch die Erfahrung größter Schwäche macht, kann er in überzeugender Weise die Fülle bezeugen, die dieser Lebensabschnitt ihm bereithält, wenn er sein Leben auf den „Felsen" baut, der Christus ist (Mt 7, 24). Das ganze Evangelium sagt, dass das Leben nicht endet. An Ostern wird es laut ausgerufen: „Christus ist von den Toten auferstanden". Aber wenn Christus von den Toten auferstanden ist, geht das Leben von keinem zu Ende. Angesichts vieler Jugendlicher, die Angst davor haben, älter zu werden, und vieler Erwachsener, die wieder Kinder werden wollen, können die alten Menschen Vertrauen in die Zukunft bezeugen und anderen helfen, die schwierigsten Momente des Lebens nicht zu fürchten. Das ist die von den alten Menschen gelebte Prophetie: den jüngeren Generationen die Liebe Gottes bezeugen, die Liebe des Vaters, der nie jemanden verlässt, der den Schwächsten am meisten liebt.

Roma - Casa alloggio di via SacchiDie schwächeren alten Menschen sind wie die schwächsten Glieder des Leibes der Kirche. Aber in der Schrift sind es gerade die schwächer scheinenden oder wenig edel angesehenen, denen wir umso mehr Ehre erweisen und mit mehr Anstand begegnen (1 Kor 12, 12-27). Der gebrechliche Leib eines pflegebedürftigen alten Menschen ist wie der gekreuzigte Leib Jesu. Diesen alten Menschen nahe zu sein, bedeutet, unter dem Kreuz zu stehen. Die Macht Gottes offenbart sich oft in dieser Phase des Alters, die durch körperliche Grenzen und durch Schwierigkeiten gezeichnet ist. Denn Gott hat das Schwache in der Welt erwählt, um das Starke zuschanden zu machen (1 Kor 1,27).

Gli Auch wenn die alten Menschen, die von der Zuneigung der Gemeinschaft umgeben sind, in allem abhängig sind und körperlich gesehen in einer schwierigen Situation leben, bezeugen sie, wie sie auch in diesem Lebensabschnitt ein Leben in Fülle haben. Eine Realität des Lebens dringt in ihre Tiefe ein: es ist die „schwache Kraft", auf die der Apostel Paulus hinweist: „...denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2 Kor 1210). Ein Beispiel dieser Wahrheit können wir in Johannes Paul II. entdecken, der darin ein großes Zeugnis für den heutigen Menschen ablegt. Er lebt sein eigenes Alter gläubig und mit großer Natürlichkeit. In seinem kürzlich erschienenen Brief an die alten Menschen sagt er: „Trotz der Begrenzungen erhalte ich mir den Geschmack am Leben: Es ist schön, sich bis zum Ende für andere einsetzen zu können." Die körperliche Gebrechlichkeit hat die Leidenschaft, mit der er sein Amt als Nachfolger Petri ausführt, nicht beeinträchtigt.

Heute gehören einige zehntausend alte Menschen aus jedem Teil der Welt zur weit verbreiteten und einzigartigen Familie von Sant'Egidio. Weil sie in eine Gemeinschaft eingegliedert sind, fangen sie wieder an zu hoffen und stellen für den Leib der Gemeinschaft und für die ganze Kirche eine Kraft und eine Energie dar. Sie vergessen vor dem Herrn nicht diejenigen, die ein aktives, gefährliches, schwieriges oder mühevolles Leben führen. Mit ihrem Gebet schützen und bestärken sie den Leib der Gemeinschaft und der Kirche. Man könnte sagen, dass die alten Menschen für Maria stehen, über die Jesus zu ihrer Schwester Marta sagte, dass sie das „Bessere" gewählt habe (Lk 10, 38-42). 

Das Gebet

In den Gemeinschaften der alten Menschen wird jeden Monat „Das Gebet des Monats" verteilt, eine Hilfestellung, um das persönliche Gebet zu unterstützen und Gebetsanliegen für viele Notsituationen in jedem Teil der Welt aufzuzeigen.

Auch auf die Ausarbeitung von Hilfsmitteln soll hingewiesen werden, die das Gebet der alten Menschen unterstützen und ihrer Spiritualität Nahrung geben sollen, wie zum Beispiel das Gebetbuch  "Lehre uns beten ".

Die Gemeinschaft Sant'Egidio hat außerdem auf dieser Homepage einige Seiten über das Gebet eingerichtet für all diejenigen, die auf der ganzen Welt mit der Gemeinschaft beten wollen und auch für diejenigen, denen ihre körperlich Situation eine direkte Teilnahme verwehrt.

 

Der alte Mensch ist kein soziales Problem, er ist ein Mensch, ein Christ und ein Bürger, so wie die Jugendlichen und die Erwachsenen.

Das erste charakteristische Kennzeichen der Freundschaft, die die Gemeinschaft zu den alten Menschen pflegt, besteht darin, ihr Leben in allen Dimensionen ernst zu nehmen, auch in seiner religiösen Dimension.

Deshalb sind in allen Städten, in denen die Gemeinschaft eine Freundschaft mit den alten Menschen pflegt, Gemeinschaften unter ihnen entstanden. Sie beten, feiern Gottesdienst, verkünden anderen das Evangelium, führen ein geschwisterliches Leben, das von Versammlungen und persönlichem Austausch geprägt ist, und sind auch an einem Dienst der Solidarität mit Ärmeren beteiligt sind. Sie folgen dem Beispiel von Simeon und Hanna, die im Tempel beten, damit sie mit ihren Augen das Heil sehen und das neue Leben in ihren Armen halten können, das mit Jesus in der Welt geboren wird (Lk 2, 25-38)

Die älteren Menschen


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
7 Dezember 2016
LONDON, VEREINIGTES KÖNIGREICH

Ein für die Armen gedeckter Tisch - "Our Cup of Tea". Video der BBC

IT | EN | DE | FR | PT | HU
3 Dezember 2016
ROM, ITALIEN

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember - Sant'Egidio eröffnet die Ausstellung "Die Kraft der Jahre"

IT | DE | HU
18 November 2016
MANAGUA, NICARAGUA

In Managua ziehen Alte und Junge durch die heilige Pforte

IT | ES | DE | CA
16 November 2016
BEIRA, MOZAMBIQUE

Das Jubiläum der Barmherzigkeit in der afrikanischen Peripherie - das Gebet von Sant'Egidio mit den alten Menschen von Nhangau

IT | ES | DE | PT
5 Juli 2016
MOZAMBIQUE

Die "weggeworfenen" alten Menschen von Mosambik bei einer Wallfahrt, von der Einsamkeit zur Barmherzigkeit des Jubiläums

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | HU
27 Juni 2016
PEMBA, MOZAMBIQUE

Ein Volk von Armen und Kranken zieht mit der Gemeinschaft Sant'Egidio durch die heilige Pforte

IT | EN | ES | DE | FR | PT
all news
• DRUCKEN
5 Dezember 2016
Corriere della Sera

La chiave sotto una campana di vetro. Misteriose opere di artisti disabili

6 November 2016
Würzburger katholisches Sonntagsblatt

Von Gott berührt

31 Oktober 2016
La Nazione

Giubileo degli anziani e festa di Sant'Abramo in Santissima Annunziata a Firenze

17 Oktober 2016
Il Mattino di Padova

Quella "cultura dello scarto" simbolo della nostra crisi

14 Oktober 2016
Il Mattino di Padova

Sant'Egidio. Giubileo degli anziani al Santo

3 September 2016
La Repubblica - Ed. Genova

In campo anche i liceali volontari a Sant'Egidio

alle pressemitteilungen
• GESCHEHEN
17 November 2016 | ROM, ITALIEN

Caregiver: consegna dei diplomi del corso promosso da ASL Roma1 e Sant'Egidio

Alle sitzungen des gebets für den frieden
• DOKUMENTE

Zeugnis von Irma, einer alten Frau

alle dokumente
• BÜCHER

La fuerza de los años





Ediciones Sígueme
alle bücher

FOTOS

550 besuche

542 besuche

506 besuche

497 besuche

491 besuche
alle verwandten medien

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri