Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Gedenktag des heiligen Ambrosius († 397). Als Bischof von Mailand und Hirte seines Volkes beschützte er die Armen und Schwachen vor aller Unterdrückung und verteidigte die Kirche gegen die Arroganz des Kaisers.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 29,17-24

Ist es nicht nur noch eine kurze Zeit, dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten? Die Tauben werden an jenem Tag die Worte des Buches hören und aus Dunkel und Finsternis werden die Augen der Blinden sehen. Die Gedemütigten freuen sich wieder am HERRN und die Armen unter den Menschen jubeln über den Heiligen Israels. Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Spötter ist am Ende, ausgerottet sind alle, die auf Böses bedacht sind, die durch ein Wort Menschen zur Sünde verleiten, die dem, der im Stadttor entscheidet, Fallen stellen und den Gerechten mit haltlosen Gründen wegdrängen. Darum - so spricht der HERR zum Haus Jakob, der HERR, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten. Sie werden den Heiligen Jakobs heilig halten und den Gott Israels werden sie fürchten. Dann werden, die verwirrten Geistes waren, Einsicht erkennen, und die murrten, nehmen Belehrung an.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit diesen Worten beschließt Jesaja das Kapitel, das Jerusalem gewidmet ist und in dem seinem Volk die Strafe für dessen geistige Erblindung angekündigt wird. Der Prophet aber prophezeit das große Werk der Verwandlung der Menschheit. Man muss nicht mehr lange darauf warten, sagt Jesaja: "... nur noch eine kurze Zeit ..." und der Herr wird kommen. Wir könnten sagen, dass "nur noch eine kurze Zeit" fehlt bis zum Weihnachtsfest. Die anschaulichen Worte des Propheten wollen uns gleichsam mit Händen greifen lassen, was durch das Eingreifen Gottes geschehen wird. "Dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten." Auch die Schöpfung wird also von der Veränderung des Herzens der Menschen profitieren. Die Menschen werden auf der Erde leben, ohne sie zu entstellen, ohne sie für die eigenen egozentrischen Interessen zu missbrauchen. Der Prophet erklärt, dass das Volk gegenüber dem Wort Gottes nicht mehr taub ist und endlich die Augen für die treue Liebe öffnet, die Gott seinen Kindern entgegenbringt. Es ist das Volk der Demütigen, das den Herrn als seine einzige Führung anerkennt. So tat es Abraham, erinnert der Prophet. Neben dem Volk der Demütigen ist das Volk der Armen, das sich über die Nähe des Heiligen Israels freut. Ja, das Volk der Gläubigen und das Volk der Armen werden sich miteinander vereinen in der neuen Welt Gottes, in der der Tyrann und der Hochmütige zu Fall kommen und all jene besiegt werden, die Missetaten aushecken und Fallen stellen. Dies ist das neue Reich, das Gott aufrichten will. Deshalb "braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten." Die Gläubigen und mit ihnen alle Menschen werden die guten Werke des Heils und der Rettung sehen. Die Gläubigen werden nicht erröten, sie werden sich freuen über die Werke, die der Herr durch sie mitten unter den Menschen vollbracht hat.