Humanitäre Korridore

Humanitäre Korridore

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Wir haben uns gefragt, wie verhindert werden kann, dass Tausende im Meer sterben, unter ihnen auch viele Kinder.

Die Antwort darauf war die Schaffung der

Humanitären Korridore für Flüchtlinge

Es handelt sich um eine Pilotprojekt, das die Gemeinschaft Sant’Egidio zusammen mit der Union der Evangelischen Kirchen in Italien und der Waldenser-Tafel  durchführt, und das vollkommen selbstfinanziert ist.

Seine Hauptziel sind folgende: Es sollen die gefährlichen Schiffsreisen der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer vermieden werden können, bei denen schon sehr viele gestorben sind, auch zahlreiche Kinder. Die Ausbeutung durch die Menschenschmuggler soll verhindert werden, die ein Geschäft mit denjenigen machen, die vor dem Krieg fliehen. Gefährdeten und schutzbedürftigen Personen (z.B. Opfer von Verfolgung, Folter und Gewalt, insbesondere Familien mit Kindern, alte Menschen, Kranke und Menschen mit Behinderung) soll eine legale Einreise nach Italien mit einem humanitären Visum ermöglicht werden, damit sie hier einen Asylantrag stellen können.

Dies ist ein für alle Beteiligten sicheres Modell, denn der Erteilung der humanitären Visa gehen umfangreiche Kontrollen durch die italienischen Behörden voraus.

 

Nach ihrer Ankunft in Italien werden die Flüchtlinge auf Kosten der am Projekt beteiligten Organisationen in Einrichtungen oder Häusern aufgenommen. Sie lernen bei uns Italienisch,  wir melden ihre Kinder in der Schule an, um ihre Integration in unserem Land zu erleichtern, und wir helfen ihnen bei der Suche nach Arbeit.

Seit Februar 2016 sind über 1.800 Menschen angekommen, vor allem Syrer, die vor dem Krieg geflohen sind.

Funktionsweise

Die humanitären Korridore sind das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen der Gemeinschaft Sant’Egidio, der Union der Evangelischen Kirchen in Italien, der Waldenser-Tafel und der italienischen Regierung.

Die beteiligten Vereinigungen entsenden Freiwillige in die Länder, in denen die Flüchtlinge sich aufhalten, und diese nehmen direkten Kontakt mit den Flüchtlingen auf. Dann stellen sie eine Liste möglicher Nutznießer zusammen, die den italienischen Konsularbehörden vorgelegt wird. Diese erteilen nach der Kontrolle durch das Innenministerium humanitäre Visa mit begrenzter territorialer Gültigkeit, die also nur den Aufenthalt in Italien ermöglichen. Nachdem sie sicher und legal in Italien angekommen sind, können die Flüchtlinge dann ihren Asylantrag stellen.

Finanzierung

Die humanitären Korridore werden vollständig durch die Vereinigungen finanziert, die sie ins Leben gerufen haben.

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NEWS 1 Januar 2016↦ #Humanitäre Korridore


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