Gedenken an die Kirche

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Die byzantinische Kirche verehrt heute den heiligen Sabas († 532), der „Archimandrit aller Eremiten Palästinas" genannt wird.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 26,1-6

An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen: Wir haben eine starke Stadt. Zum Heil setzt er Mauern und Wall. Öffnet die Tore, damit eine gerechte Nation einzieht, die Treue bewahrt. Festem Sinn gewährst du Frieden, ja Frieden, denn auf dich verlässt er sich. Verlasst euch stets auf den HERRN; denn GOTT, der Herr, ist ein ewiger Fels. Denn die Bewohner der Höhe hat er niedergebeugt, die hoch aufragende Stadt erniedrigt; er hat sie erniedrigt bis zur Erde, sie bis in den Staub gestoßen. Füße zertreten sie, die Füße der Armen, die Tritte der Schwachen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Dieser Abschnitt ist ein Lied des Lobes und des Dankes. Es gibt einen zweifachen Grund für die Freude und Dankbarkeit, nämlich zum einen die Zerstörung der „hoch aufragenden Stadt" Babylon, die ein Symbol für den Stolz und die Überheblichkeit der Mächtigen ist, welche die Schwachen und Armen zermalmen, und zum anderen der Aufbau der „starken Stadt" Jerusalem, die das dem Herrn treu ergebene Volk aufnimmt. Die von Gott erbaute Stadt hat feste und unbezwingbare Mauern. Deshalb werden die Gläubigen aufgefordert, nur auf Gott zu vertrauen. Das Vertrauen des Gläubigen ist auf dem Felsen der Liebe Gottes gegründet. Doch instinktiv lassen wir uns alle dazu drängen, nur auf uns selbst und unsere eigenen Sicherheiten zu vertrauen, weil wir denken, dass wir so unser Dasein schützen können. Doch so werden Mauern und Barrieren aufgerichtet, um die Armen und Schwachen abzuweisen, die Frieden und eine Zukunft für ihr Leben suchen. Der Prophet fordert dagegen dazu auf, die Tore der Stadt - und die des Herzens - immer geöffnet zu halten. Wenn Papst Franziskus darauf beharrt, dass wir zu allen hinausgehen sollen, dann greift er diese biblische Perspektive der immer geöffneten Tür auf, durch welche die Gläubigen zu allen hinausgehen sollen, durch die aber auch jeder Bedürftige in die Stadt hineingelangen soll. Die Stadt wird so zum Ort, an dem das Volk der Demütigen und das Volk der Armen leben. Diese beiden Völker sind miteinander vereint und dürfen niemals voneinander getrennt werden. Die Gläubigen und die Armen bewohnen gemeinsam diese Stadt, die zwar vom Himmel stammt, aber bereits auf der Erde ihren Anfang nimmt. Es hat katastrophale Auswirkungen, wenn es in ihrem Inneren zu Spaltungen kommt. Der Prophet schreibt: „Die Bewohner der Höhe hat er niedergebeugt, die hoch aufragende Stadt erniedrigt; er hat sie erniedrigt bis zur Erde, sie bis in den Staub gestoßen." Distanz zu den Armen bedeutet Distanz zu Gott. Das Bild der Stadt, die zerstört und in den Staub gestoßen wird, ist hart, aber wahr, und findet in vielen Teilen der Welt auf schmerzliche Weise Bestätigung. Es ist unerlässlich, die Revolution Gottes anzunehmen. Das Gleiche geschieht auch durch Jesus. Maria, die Mutter Jesu, besingt den Umsturz der weltlichen Logik: „Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten. Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen" (Lk 1,51-52).