Gebet für die Kranken

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Gedenktag des heiligen Papstes Johannes XXIII. († 1963) und Gedenken an die Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 11,29-32

Als immer mehr Menschen zusammenkamen, begann er zu sprechen: Diese Generation ist eine böse Generation. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht mit den Männern dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo. Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Glaube ist keine Folge wundersamer Zeichen, sondern allenfalls die Voraussetzung dafür, dass sie geschehen. Noch heute suchen viele Menschen nach Wunderzeichen, um ihren Glauben zu stärken, und kommen herbeigeeilt, wenn sich etwas Außergewöhnliches begibt. Gewiss sind solche "Zeichen", wenn sie sich ereignen, Gaben des Herrn, und wir müssen ihm für diese Hilfe danken. Doch wir müssen dem Zeichen schlechthin, das der Herr allen gegeben hat, sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenken, als wir es normalerweise tun: dem "Zeichen des Jona". Ohne dieses "Zeichen" werden die anderen zu Äußerlichkeiten, die bisweilen sogar trügerisch sind. Die Urgemeinde hat diese Worte Jesu im Licht der Auferstehung gelesen. Wie sich die Einwohner von Ninive bekehrten, als sie die Predigt des Jona hörten, ohne dass er irgendein Wunder vollbracht hätte, so muss es auch heute geschehen - allerdings in dem Wissen, dass Jesus "mehr als Jona" ist. Es geht also darum, der Welt das Ostergeheimnis, das heißt den Übergang Jesu vom Tod zur Auferstehung und damit den Sieg des Guten über das Böse, des Lebens über den Tod, der Liebe über den Hass zu verkünden. Dieses Geheimnis ist der eigentliche Kern der Geschichte Jesu. Er ist auf die Erde gekommen, um sein Leben bis zum Kreuzestod für unser Heil hinzugeben, und der Vater hat ihn von den Toten auferweckt. Dieses Evangelium ist weitaus kostbarer als die Weisheit Salomos und weitaus stärker als die Predigt des Jona. Das Evangelium ist keine unverbindliche Ergänzung zur Geschichte der Völker. Es ist ihr Heil. Das heutige Evangelium ruft die Kirche und die Jünger dazu auf, sich dessen bewusst und gleichzeitig seine demütigen Zeugen zu sein.