Gedenken an die Kirche

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Gedenktag des heiligen Papstes Kallistus († 222). Er war ein Freund der Armen und gründete ein Gebetshaus, an dessen Stelle später die Basilika Santa Maria in Trastevere errichtet werden sollte.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 11,47-54

Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden. Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten. Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert wird, vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias, der zwischen Altar und Tempelhaus umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerächt werden. Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert. Als Jesus von dort weggegangen war, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; sie lauerten ihm auf, um ihn in seinen eigenen Worten zu fangen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wir müssen diese Worte Jesu aufmerksam hören, wohl wissend, dass jeder dazu berufen ist, sich für den anderen verantwortlich zu fühlen. Die Pflicht der einen ist das Recht der anderen. In diesem Sinne sind alle innerhalb ihrer Generation mitverantwortlich, denn niemand kann sagen, er hätte mit dem, was zu seinen Lebzeiten geschieht, nichts zu tun. Das Evangelium muss in unserer gegenwärtigen Geschichte gelebt werden, um sie mit dem Sauerteig der Geschwisterlichkeit zu durchdringen und sie mit dem Salz der Barmherzigkeit klug und weise zu machen. Die Kirche und die einzelnen Gläubigen sind mitverantwortlich dafür, das überlieferte Evangelium in einer Sprache zu verkünden, die unsere heutige Generation versteht. Jeder ist daher auf seine Weise für die Menschen in seiner Umgebung und für das Wachstum der Liebe in der Gesellschaft verantwortlich, in der er lebt. Die Jünger Jesu müssen sich auch für das Wachstum des Bösen in der Welt mitverantwortlich fühlen. Das Erste, wofür man sie verantwortlich machen kann, ist, dass sie das Wort Gottes nicht aufmerksam hören und dass sie die Propheten gering schätzen, die der Herr auch heute noch in die Welt sendet. Wir werden für die Schwächung der Prophetie und für die Missachtung der Propheten, die der Herr uns gesandt hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Wir könnten sogar Gefahr laufen, eine noch größere Schuld auf uns zu laden als die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wie viele Propheten und Märtyrer haben ihr Bekenntnis zum Primat Gottes im vergangenen Jahrhundert mit dem Leben bezahlt! Und gibt es sie nicht auch in unseren Tagen? Wir haben viele Zeugnisse erhalten, wir sind reich beschenkt worden und viele Brüder und Schwestern haben uns ihre Liebe und Güte erwiesen. Sie haben uns den Weg des Evangeliums der Liebe gebahnt. Der Herr verlangt, dass wir nicht in der Konzentration auf uns selbst verharren, sondern uns auf den Weg der Herzens- und Weltveränderung führen lassen.