Vorabend des Sonntags

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Fest der Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor.
Gedenken an Hiroshima in Japan, wo im Jahr 1945 die erste Atombombe abgeworfen wurde.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Daniel 7,9-10.13-14

Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz und es wurden Bücher aufgeschlagen. Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Berg der Verklärung, den die spätere Tradition mit dem Tabor identifiziert, ist das Bild für jeden geistlichen Weg. Wir können uns vorstellen, wie Jesus auch uns ruft, um uns auf den Berg mitzunehmen, wie er es mit seinen drei engsten Jüngern tat, damit sie mit ihm die Erfahrung der innigen Gemeinschaft mit dem Vater machen. Einige Kommentare sprechen bei dieser Erzählung von einer geistlichen Erfahrung, die vor allem Jesus selbst zuteilwurde: eine Himmelsvision, die in ihm eine Verklärung bewirkt hat. Diese Deutung ist eine Hilfe, um das geistliche Leben Jesu besser zu verstehen. Teilweise wird übersehen, dass auch Jesus seinen geistlichen Weg zurückgelegt und auch für ihn wie bei Abraham, Mose und Elija und bei jedem Gläubigen ein Aufstieg auf den Berg stattgefunden hat. Auch Jesus verspürte das Bedürfnis, zum Vater "hinaufzusteigen" und ihm zu begegnen. Zwar war sein ganzes Dasein und Leben von der Gemeinschaft mit dem Vater durchdrungen. Sie war das Brot seiner Tage, das Wesen seiner Sendung und der Mittelpunkt seines Lebens und Wirkens. Aber vielleicht brauchte auch er Zeiten, in denen diese tiefe Vertrautheit in ihrer ganzen Fülle zum Vorschein kam. Die Jünger brauchten dies ganz sicher. Auf dem Tabor ereignete sich einer dieser ganz besonderen Augenblicke der Gemeinschaft, die das Evangelium auf die gesamte Geschichte des Volkes Israel ausweitet, wie es durch die Anwesenheit von Mose und Elija bezeugt wird, die mit ihm "sprachen". Jesus hat diese Erfahrung nicht allein gemacht. Er hat seine drei engsten Freunde darin einbezogen. Es war einer der wichtigsten Augenblicke im persönlichen Leben Jesu und wurde es auch für die drei Jünger und für alle, die sich auf diesen Aufstieg eingelassen haben. In unserem gemeinsamen Leben mit dem Herrn, im Gebet und im Hören auf die Schrift werden wir immer dazu aufgerufen, unser Leben und die Welt um uns herum zu verwandeln.