Tägliches Gebet

Liturgie des Sonntags
Wort gottes jeden tag
Libretto DEL GIORNO
Liturgie des Sonntags
Sonntag 26 November

Hochfest Christkönig


Erste Lesung

Das Buch Ezechiel 34,11-12.15-17

Denn so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich selbst bin es, ich will nach meinen Schafen fragen und mich um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert an dem Tag, an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben, so werde ich mich um meine Schafe kümmern und ich werde sie retten aus all den Orten, wohin sie sich am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels zerstreut haben. Ich, ich selber werde meine Schafe weiden und ich, ich selber werde sie ruhen lassen - Spruch GOTTES, des Herrn. Das Verlorene werde ich suchen, das Vertriebene werde ich zurückbringen, das Verletzte werde ich verbinden, das Kranke werde ich kräftigen. Doch das Fette und Starke werde ich vertilgen. Ich werde es weiden durch Rechtsentscheid. Ihr aber, meine Herde - so spricht GOTT, der Herr - , siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf. Ihr Widder und ihr Böcke,

Antwortpsalm

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

Er läßt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Zweite Lesung

Der erste Brief an die Korinther 15,20-26.28

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.

Lesung des Evangeliums

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gestern bin ich mit Christus begraben worden,
heute werde ich mit dir auferweckt, der du auferstanden bist;
mit dir bin ich gekreuzigt worden,
denke an mich, Herr, in deinem Reich.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 25,31-46

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gestern bin ich mit Christus begraben worden,
heute werde ich mit dir auferweckt, der du auferstanden bist;
mit dir bin ich gekreuzigt worden,
denke an mich, Herr, in deinem Reich.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Homilie

Christus ist König. Er herrscht wirklich. Er gibt allem Sinn. Er richtet und wird richten. Er ist der König der Liebe und deswegen gibt er sich ganz hin. Seine Grenzen sind wir, die wir nicht die Seinen sind! Wir sind frei, es zu sein. Viele Ichs machen sich selbst zum König, sind bestrebt, sich gegenüber den anderen zu behaupten, stellen sich selbst in den Mittelpunkt und werden krank, denn den Sinn des Lebens finden wir alle nur, indem wir uns an die anderen binden. Jesus ist der König aller und über alles; er wird zum Bruder und identifiziert sich mit denjenigen, die in jeder Hinsicht von den anderen abhängig sind, die es nötig haben, auf konkrete Art und Weise geliebt zu werden; denen etwas fehlt, damit wir es ihnen geben können. Wir sind die Seinen, wenn wir lernen, auf der Seite der anderen zu stehen, ein Herz für sie zu haben und sie gern zu haben. Das Gericht rettet uns, wenn wir uns diesem jeden Tag stellen, indem wir mit den Menschen leben und den Herrn suchen, wenn wir ihm arm, nackt, hungrig, als Fremden, Kranken und Gefangenen begegnen. So identifiziert sich der König in den Kleinsten, die die Größten in seinem Reich sind.
Die demütigen Gesten des Gernhabens werden oft als unwichtig angesehen. Sag nicht: ich habe nichts zu geben. Jesus spricht davon Brot, Wasser, Kleidung, Zeit, Zuneigung zu geben. Ein Besuch, deine Anwesenheit, das sind die unendlichen und möglichen Gesten der Zuneigung.
Aber auch das Gegenteil stimmt. Wann habe ich dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben? Wann hast du mich besucht? Wann hast du mir Mut gemacht als ich vor dem Tunnel der Angst stand? Wann warst du aufmerksam, zuvorkommend, hast auf mich gewartet, bist nicht direkt weggegangen? Wann hast du meine Hand gehalten? Wann hast du deine Zeit mit mir verschwendet, wo ich dir nur wie ein Problem erschien? Wann hast du keine Angst gehabt? Wann hast du ein bisschen von meinem Schmerz getragen? Wann hast du aufgehört, nur an dich zu denken, nur auf das Geld zu schauen, auf Anerkennung, auf deine Kleidung oder deinen Vorteil und hast mir geholfen, weil ich dir nichts zurückgeben konnte? Wann hast du meine Einsamkeit zu deiner gemacht, mein Frieren, meine Angst in der Krankheit, meine Verzweiflung im Gefängnis? Wann hast du nicht mehr gedacht, dass ich vielleicht zu unwichtig wäre? Wann hast du dich nicht mehr damit zufriedengegeben, recht zu haben, sondern bist mir persönlich begegnet? "Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid". Es ist ein Segen, gern zu haben. So nehmen wir teil an der Freude, indem wir geben.
Ich war es, sagt Jesus, und du hast es mir getan. Die Armen sind das Sakrament Christi. Ihr Leib ist sein Leib. Wer die Armen liebt, liebt Gott. Zu essen geben, besuchen, bekleiden: so gehören wir zu ihm. Lieben, damit er uns lieben kann. Die Zukunft ist eine Frucht der Liebe. Sie ist es für jeden von uns persönlich und sie ist es auch für unsere Welt, die ohne Liebe für die Schwächsten und Armen keine Zukunft hat.

Gebetsintentionen
Herr Jesus, der Unglaube der Welt hat Dich nicht aufgehalten: Schenke uns die Gnade der Beharrlichkeit, damit wir unaufhörlich das Gebot der Nächstenliebe und die Sendung des Evangeliums leben.

Herr, wir beten für die Kirche: Lass sie weltweit ein Volk von Propheten sein, die Hoffnung aussäen und die Arbeiter für das Gute unterstützen. Begleite unseren Papst Franziskus immer durch die Kraft Deines Geistes.

Herr, wir beten für alle, die ihr Leben für die Weitergabe des Evangeliums einsezten, für alle Verfolgten, für alle, die das Martyrium erleiden, dass sie bei Dir und im Zeugnis der alten Propheten Kraft schöpfen, um in Treue und Beharrlichkeit zu leben.

Herr Jesus, Du bist gütig und von Herzen demütig, Du bist gekommen, um Deinem Volk Frieden zu bringen: Gib, dass alle Konflikte bald ein Ende nehmen. Gedenke aller, die entführt und überall auf der Welt Gefahren ausgesetzt sind.

Herr, wir bitten Dich für alle, die fern sind von Dir und die Dich ablehnen, dass sie Deine heilende Kraft spüren und Dein Wort der Befreiung vernehmen können.
 
Besondere Intentionen:
- für den Frieden auf der Welt
- für die Kranken
- für die alten Menschen
- für Afrika