Tägliches Gebet

Liturgie des Sonntags
Wort gottes jeden tag

Liturgie des Sonntags

1. Adventssonntag
Gedenken an den heiligen Franz Xaver (+ 1552), Jesuit, Missionar in Indien und Japan.
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Libretto DEL GIORNO
Liturgie des Sonntags
Sonntag 3 Dezember

1. Adventssonntag
Gedenken an den heiligen Franz Xaver (+ 1552), Jesuit, Missionar in Indien und Japan.


Erste Lesung

Das Buch Jesaja 63,16.17.19; 64,2-7

Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns, Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, Unser Erlöser von jeher ist dein Name. Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbbesitz sind! Wir sind geworden wie die, über die du nie geherrscht hast, über denen dein Name nie ausgerufen wurde. Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen, sodass die Berge vor dir erzitterten, Als du Furcht erregende Dinge tatest, die wir nicht erwarteten, stiegst du herab; vor dir erzitterten die Berge. Seit Urzeiten hat man nicht vernommen, hat man nicht gehört; kein Auge hat je einen Gott außer dir gesehen, der an dem handelt, der auf ihn harrt. Du kamst dem entgegen, der freudig Gerechtigkeit übt, denen, die auf deinen Wegen an dich denken. Siehe, du warst zornig und wir sündigten; bleiben wir künftig auf ihnen, werden wir gerettet werden. Wie ein Unreiner sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns zergehen lassen in der Gewalt unserer Schuld. Doch nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

Antwortpsalm

Psalm 80

Du Hirte Israels, höre, der du Josef weidest wie eine Herde! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine

vor Efraim, Benjamin und Manasse! Biete deine gewaltige Macht auf, und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! Laß dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! Laß dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er bis hin zum Meer und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock

und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! Laß dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Zweite Lesung

Der erste Brief an die Korinther 1,3-9

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Ich danke meinem Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet. Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

Lesung des Evangeliums

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gestern bin ich mit Christus begraben worden,
heute werde ich mit dir auferweckt, der du auferstanden bist;
mit dir bin ich gekreuzigt worden,
denke an mich, Herr, in deinem Reich.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Markus 13,33-37

Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Gestern bin ich mit Christus begraben worden,
heute werde ich mit dir auferweckt, der du auferstanden bist;
mit dir bin ich gekreuzigt worden,
denke an mich, Herr, in deinem Reich.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Homilie

Mit den Tagen des Advents will die Kirche uns darauf vorbereiten, den Herrn zu empfangen, der unter den Menschen geboren ist. Wir sind so sehr mit uns selbst und unseren Dingen beschäftigt, dass wir Gefahr laufen, Weihnachten nicht zu bemerken. Nicht das Weihnachten des Kalenders, sondern das des Herzens. Ohne Weihnachten bleiben wir, wie wir sind. Wir drehen uns weiter um uns selbst. Machen wir uns das Gebet des Jesaja zu eigen: "Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen ... Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen!" Und noch einmal: "Kehre zurück um deiner Knechte willen". Es gibt ein Bedürfnis nach Weihnachten. Die ganze Welt braucht es: die vom Krieg zerrütteten Länder, die Armen, die Schwachen, die Kinder, die Flüchtlinge, die Gefangenen, die Kranken, die einsamen alten Menschen brauchen es. Diejenigen, die in den großen Vororten unserer Städte leben, die zu wahren Wüsten der Liebe und des Lebens geworden sind, brauchen es. Es ist leicht, den Sinn dafür zu verlieren, auf etwas zu warten, wenn wir in unserem eigenen "Ich" gefangen sind.
Die Adventszeit lässt uns die Augen erheben und unsere Herzen öffnen für die Erwartung des Herrn: "Gebt acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist." Jesus fordert uns auf, wie ein Pförtner, wie ein Türhüter zu sein, der die ganze Nacht Wache hält, damit es nicht passiert, dass der Herr zurückkommt, an die Tür klopft und der Pförtner schläft. Auch wenn es Nacht ist - die Nacht so vieler trauriger Situationen in der Welt - muss der Pförtner Wache halten und öffnen, sobald der Herr klopft: Das kann am Abend oder um Mitternacht oder zum Hahnenschrei oder am Morgen geschehen. Es ist ein eigenartiges, aber klares Gleichnis. Es ist leicht, in wohliger Wärme einzuschlafen, wenn man meint, alles sei in Ordnung, weil man schon so viel getan hat; ebenso leicht kann man von dem etwas traurigen Schlaf des Pessimismus überrascht werden, von jener Trägheit, für die es sich nicht lohnt, etwas zu tun, oder sogar von dem unruhigen, immer unbefriedigten Schlaf der Selbstbehauptung. Das Wort Gottes weckt uns auf. Deshalb müssen wir es in dieser Zeit jeden Tag hören und ganz besonders in der Sonntagsliturgie. Das Wort hält uns wach - wie der Türhüter im Evangelium -, damit wir sofort die Tür öffnen - die Tür des Herzens, aber nicht nur -, wenn der Herr anklopft: es kann ein Bruder, eine Schwester, ein Armer, ein Fremder, ein Freund in Not sein, der auch aufdringlich sein kann. Jedes Mal ist es der Herr selbst, der anklopft. Die Wachsamkeit des Jüngers bedeutet also nicht, einfach Wache zu halten, sie bedeutet vielmehr Gastfreundschaft und Aufnahmebereitschaft als Lebensweise.

Gebetsintentionen
Herr Jesus, der Unglaube der Welt hat Dich nicht aufgehalten: Schenke uns die Gnade der Beharrlichkeit, damit wir unaufhörlich das Gebot der Nächstenliebe und die Sendung des Evangeliums leben.

Herr, wir beten für die Kirche: Lass sie weltweit ein Volk von Propheten sein, die Hoffnung aussäen und die Arbeiter für das Gute unterstützen. Begleite unseren Papst Franziskus immer durch die Kraft Deines Geistes.

Herr, wir beten für alle, die ihr Leben für die Weitergabe des Evangeliums einsezten, für alle Verfolgten, für alle, die das Martyrium erleiden, dass sie bei Dir und im Zeugnis der alten Propheten Kraft schöpfen, um in Treue und Beharrlichkeit zu leben.

Herr Jesus, Du bist gütig und von Herzen demütig, Du bist gekommen, um Deinem Volk Frieden zu bringen: Gib, dass alle Konflikte bald ein Ende nehmen. Gedenke aller, die entführt und überall auf der Welt Gefahren ausgesetzt sind.

Herr, wir bitten Dich für alle, die fern sind von Dir und die Dich ablehnen, dass sie Deine heilende Kraft spüren und Dein Wort der Befreiung vernehmen können.
 
Besondere Intentionen:
- für den Frieden auf der Welt
- für die Kranken
- für die alten Menschen
- für Afrika