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Welttag gegen die Todesstrafe: einige Lebensgeschichten belegen, dass sie beseitigt werden kann

10 Oktober 2019

Todesstrafe

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Die Abschaffung der Todesstrafe ist ein langer Weg, aber es ist nicht unmöglich, dieses Ziel zu erreichen!
Zwei Geschichten haben in den vergangenen Monaten bewiesen, dass Breschen in scheinbar unüberwindliche Mauern geschlagen werden können, wenn viele Stimmen sich vereinen, sodass die Todesstrafe beseitigt werden kann.

Die erste Geschichte ist die von Dexter Johnson, ein Todeskandidat aus Texas. Tausende Appelle wurden weltweit unterschrieben und abgesandt. Sein Leben ist noch in Gefahr, aber es gibt Anlass zur Hoffnung.
Kurz nach der Nachricht über die Aussetzung der Hinrichtung hat Dexter an Federica geschieben - seine Brieffreundin von Sant'Egidio, mit der er sich seit 2008 schreibt: "Ich möchte dir und allen danken, die sich an mich im Gebet erinnert haben. Für mich bedeutet das sehr viel: das Wissen, dass viele Menschen in Italien auf verschiedene Weise Interesse an mir zeigen. Das alles tut meinem Herzen gut. Ich bete in diesem Monat, dass dies nicht mein letzter Brief sein möge, ich glaube, dass Gott eingegriffen und mir erneut das Leben geschenkt hat, daher bin ich ganz glücklich, dir in den nächsten Monaten weiter schreiben und weiter gute Nachrichten mitteilen zu können."

Die zweite Geschichte ist die von Randy Halprin, dessen Hinrichtung ausgerechnet auf den 10. Oktober, den Welttag gegen die Todesstrafe festgesetzt war. Durch den Einsatz vieler hat das Berufungsgericht von Texas am 4. Oktober entschieden, die Vollstreckung der Urteils auszusetzen, aufgrund von ethnisch-religiöser Diskriminierung, die gegen Randy Halprin mit jüdischer Religion ausgübt wurde.
Alessia und Arturo, ein Ehepaar, das durch die Gemeinschaft eine Brieffreundschaft mit Halprin pflegt, haben ihre Freundschaft mit ihm folgendermaßen beschrieben:”Randy hat uns sein Herz geöffnet, dadurch haben wir ihn als 'Mensch' kennengelernt und verstanden, dass wir ihn niemals verurteilen dürfen... ”. Sie haben das auch nicht getan, sondern andere einbezogen, umd diesen "Menschen" zu lieben.

Es sind zwei beispielhafte Geschichten, die zeigen, wie wertvoll die Freundschaft und wie wichtig der globale Einsatz ist, zu dem alle aufgerufen sind, um eine höhere und zivilere Form des Justizsystems zu erreichen, das endgültig auf den Einsatz der Todesstrafe verzichtet.

Informationen, um eine Brieffreundschaft mit einem Todeskandidaten zu beginnen

Dringende Appelle unterschreiben

 



Welttag gegen die Todesstrafe: einige Lebensgeschichten belegen, dass sie beseitigt werden kann
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