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Menschenkette von Hunderten von Jugendlichen zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg - Jugend für den Frieden ruft auf, die Zukunft mit einer Kultur der Erinnerung aufzubauen

27 November 2020 - WÜRZBURG, DEUTSCHLAND

HolocaustJudentumJugend für den Frieden

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Die Jugend für den Frieden der Gemeinschaft Sant'Egidio hat eine Menschenkette mit Abstand zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg organisiert und Schüler aller Schulen der Stadt eingeladen, in Zeiten wachsender Ausländerfeindlichkeit und zunehmenden Formen von Antisemitismus und Rassismus ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. Unter Einhaltung der Abstandsregeln bildete sich eine lange Menschenkette am Main mit mehreren Hundert Schülern und Jugendlichen, um zu sagen: "Zukunft braucht Erinnerung". Schon in den Tagen vorher wurde in vielen Schulen anhand der Grußbotschaft der Jugendlichen von Sant'Egidio, sowie von Aaron Schuster von der jüdischen Gemeinde und Oberbürgermeister Schuchardt über die Folgen von Antisemitismus und Diskriminierung gesprochen, um die Sensibilität für Respekt gegenüber Minderheiten zu stärken und die jungen Menschen für den Aufbau einer Kultur der Menschlichkeit einzuladen. Die Initiative wurde mit großer Begeisterung und Zustimmung von zahlreichen Schulen aufgegriffen.

„Sie sind die junge Generation. Sie werden das zukünftige demokratische Deutschland aufbauen. Und Sie müssen sich an die schwierigen Seiten der deutschen Geschichte erinnern, um deren Wiederholung zu verhindern“, diese Botschaft richtete Marat Gerchikov, stellvertretender Vorsitzender der israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken, an die große Zahl der Jugendlichen. Johannes Reder, Verantwortlicher der Jugend für den Frieden, dankte den Schulen, dass sie dieses wichtige Gedenken aufgegriffen haben und ermutigte dazu, sich gegen jede Form von Ausgrenzung und Antisemitismus zu wenden. Schülerinnen trugen Erinnerungen von Zeitzeugen vor und erklärten ihre Bereitschaft, sich für eine Kultur des Respekts gegenüber allen einzusetzen.

Am 27. November 1941 wurden über 200 Juden aus Unterfranken von Würzburg aus in den Osten deportiert, um dort getötet zu werden. Es war der Beginn der Vernichtung einer Jahrtausende alten Geschichte jüdischen Lebens in Würzburg und Umgebung. Denn Unterfranken war eine Region mit sehr vielen jüdischen Gemeinden, die fast gänzlich ausgelöscht wurden. Aufgrund der Covid-19 Vorsichtsmaßnahmen wird das Gedenken in diesem Jahr von der Jugend für den Frieden mit einer Menschenkette organisiert. Das Video wird in den Schulen geziegt, damit dieses Gedenken nicht vergessen wird.

Fernsehbericht TV-Touring

Bericht des Pressedienstes der Diözese Würzburg

Main-Post Würzburg

Presse Würzburg erleben


Video zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg und Unterfranken



Menschenkette von Hunderten von Jugendlichen zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg - Jugend für den Frieden ruft auf, die Zukunft mit einer Kultur der Erinnerung aufzubauen
Menschenkette von Hunderten von Jugendlichen zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg - Jugend für den Frieden ruft auf, die Zukunft mit einer Kultur der Erinnerung aufzubauen
Menschenkette von Hunderten von Jugendlichen zum Gedenken an die Deportation der Juden aus Würzburg - Jugend für den Frieden ruft auf, die Zukunft mit einer Kultur der Erinnerung aufzubauen
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