Alte Menschen in Heimen

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Zur Überwindung von Isolation und Einsamkeit, denen man immer wieder in geriatrischen Einrichtungen begegnet, führt Sant’Egidio in Deutschland, Italien und vielen Ländern Europas und anderer Kontinente einen Dienst in diesen Einrichtungen durch. Neben Besuchen und persönlicher Begleitung werden Freizeitangebote gemacht, Feste gefeiert und vor allem auch spirituelle Begleitung (u.a. gemeinsame Gebeteszeiten, Begleitung zu Gottesdiensten in den Einrichtungen, Krankenkommunion, Vermittlung zu Seelsorgern) angeboten.

Freundschaftliche Nähe und Zuwendung helfen alten Menschen, Kontakte zur Außenwelt aufrecht zu erhalten und ihre Persönlichkeit zu bewahren. Dadurch werden auch die Rechte der Schwächsten geschützt und eine soziale Kontrolle in Bezug auf das Leben in solchen Institutionen durchgeführt. Häufig ist die Anwesenheit der Gemeinschaft der einzige Bezug zur Außenwelt. Diese Anwesenheit möchte auch Formen von Missbrauch oder Misshandlungen vorbeugen. Pflegebedürftige alte Menschen werden nämlich immer wieder diskriminiert, ihre Rechte auf Pflege und Betreuung können sie nicht immer wahrnehmen, wie auch das Recht, den eigenen Besitz selbstbestimmt zu verwenden, und allgemein ist es eine Hifle, die Grundrechte wahrzunehmen. Eine solche freundschaftliche Beziehung wird somit zum Schutz der Bewohner in den Institutionen und helfen auch in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal, ein würdiges Leben auch in schwierigen Lebenssituationen zu führen, die psychische und seelische Gesundheit zu stärken und Anregungen zur Beschäftigung und für ein sinnvolles Leben auch in Zeiten der Pflegebedürftigkeit zu machen, um diese schwierige Lebensphase besser gestalten zu können und auch dabei ein möglichst zufriedenes Leben zu führen.


Wohngemeinschaften
Weltweit sind viele Wohngemeinschaften von alten Menschen entstasnden, die durch die Gemeinschaft begleitet und unterstützt werden. Alte Menschen tun ihre Ressoursen zusammen, auch wenn sie gering sind, und vermeiden auf diese Weise eine Unterbringung in einem Heim. Sie sorgen sich um angemessene Betreuung und führen weiter ein selbstbestimmtes Leben.

Wohngemeinschaften möchten eine innovative Alternative zur Institutionalisierung anbieten und nutzen und fördern auch informelle Hilfen im jeweiligen Umwelt (Nachbarschaft, Angehörige, etc.)

Betreute Wohngruppen

Die Gemeinschaft hat auch betreute Wohngruppen in verschiedenen Städten in normalen Wohnhäusern eingerichtet, die teilweise bis zu 30 Personen aufnehmen. Diese betreuten Wohngruppen sind ein Angebot für ältere Menschen, die nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben können. Sie möchte eine Alternative zu riesigen Strukturen anbieten, um ein familiäres und angenehmes Lebensumfeld möglich zu machen. Häufig wendet sich dieses Angebot an bedürftige oder teilweise bzw. vollständig pflegebedürftige alte Menschen.

Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Mitglieder der Gemeinschaft bieten dauerhaft und unentgeltlich professionelle Hilfe an. Viele Ehrenamtliche helfen gern, um diese Wohngruppen zu betreuen und zu unterhalten.