Vorabend des Sonntags

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesus Sirach 48,1-4.9-11

Da stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, sein Wort brannte wie eine Fackel. Er ließ über sie eine Hungersnot hereinbrechen und verringerte sie mit seinem Eifer; durch das Wort des Herrn verschloss er den Himmel, ebenso ließ er dreimal Feuer herabfallen. Wie wurdest du verherrlicht, Elija, durch deine Wunder! Wer wird sich gleich dir rühmen können? der mit einem Wirbelsturm aus Feuer hinweggenommen wurde in einem Wagen mit feurigen Pferden; der aufgeschrieben ist für Zurechtweisungen für künftige Zeiten, um den Zorn vor dem Ausbruch zu besänftigen, um das Herz des Vaters dem Sohn zuzuwenden und um die Stämme Jakobs aufzurichten. Selig, die dich gesehen haben und die in Liebe entschlafen sind; denn auch wir werden gewiss leben.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mitten auf dem Weg der Adventszeit stellt uns die Liturgie heute einen Abschnitt aus dem Buch Jesus Sirach vor Augen, der auch in der heutigen Evangelienstelle (Mt 17,10-13) aufgegriffen wird. Dort steigt Jesus nach der Verklärung vom Berg herab und spricht über die Überlieferung, dass Elija vor der Ankunft des Messias zurückkehren soll. Jesus bestätigt, dass Elija schon gekommen ist, und meint damit Johannes den Täufer. Im Buch Jesus Sirach hingegen heißt es: „Da stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, sein Wort brannte wie eine Fackel." Das Volk Gottes hatte sein Herz verhärtet und beharrte hartnäckig auf einer Lebensweise, die weit vom Bund mit dem Herrn entfernt ist. Dies geschah nicht nur damals im alten Israel, es betrifft auch uns. So spricht der Herr auch weiter zu uns, wie in jedem Zeitabschnitt der Geschichte und des Lebens. Wir sollen uns fragen, warum wir unser Herz nicht vom Wort des Herrn berühren lassen, der uns immer wieder Neues erkennen lässt. Wenn wir vertrauensvoll auf das Wort Gottes hören, werden wir entdecken, dass es uns seinen Traum in immer umfassenderer Weise enthüllt. Denen, die seine prophetische Sichtweise kritisierten, sagte der heilige Johannes XXIII. zu Recht: „Nicht das Evangelium verändert sich, sondern wir verstehen es allmählich besser." Wenn das Evangelium nicht mehr überrascht, wenn es unser Herz nicht mehr verändert, dann liegt das daran, dass sich unser Herz durch Selbstsicherheit verhärtet hat, die auch von religiösen Gewohnheiten geprägt sein mag. So versäumen wir die Gelegenheit, über das außergewöhnlich Neue des Lebens zu staunen, das uns dieses Wort mitteilt. Elija ist das Wort Gottes, das der Herr in dieser Zeit, die große Veränderungen benötigt, wieder in unseren Ohren erklingen lässt. Die Verkündigung, die wir in dieser Zeit empfangen, lässt auch heute „dreimal Feuer" in die Herzen der Menschen herabfallen. Gibt es etwa kein Feuer, das auflodert, „um das Herz des Vaters dem Sohn zuzuwenden"? Es ist das Feuer, das durch die Verkündigung des Evangeliums entzündet wird, durch die Verkündigung von Papst Franziskus. Selig sind wir, wenn wir uns von diesem Feuer der Prophetie ergreifen lassen. Denn so wird jeder Riss geheilt und die Geschwisterlichkeit wiederhergestellt werden.