Vorabend des Sonntags

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Offenbarung des Johannes 22,1-7

Und er zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus. Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, steht ein Baum des Lebens. Zwölfmal trägt er Früchte, jeden Monat gibt er seine Frucht; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. Es wird nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen und seine Knechte werden ihm dienen. Sie werden sein Angesicht schauen und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten und sie werden herrschen in alle Ewigkeit. Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr. Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. Siehe, ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält!

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Schließlich sieht Johannes einen „Strom, das Wasser des Lebens". Es ist der Strom, der in Eden entsprang (Gen 2,10), das Wasser, das Ezechiel aus dem Tempel hatte hervorströmen sehen (Ez 47,1) und das Sacharja prophezeit hatte (Sach14,8). Auch Jesus hatte es angekündigt, als er zu der Samariterin sagte: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt" (Joh 4,14). Johannes, der sich bestimmt an diese Worte Jesu erinnert, sieht nun mit eigenen Augen jenes Wasser, das für alle Ewigkeit sprudelnd hervorquillt. Denn jener Strom lebendigen Wassers entspringt aus dem Thron Gottes und des Lammes. Ringsherum versammeln sich die Geretteten, um die ewige Liturgie der Anbetung zu feiern. Endlich wird die Seligpreisung Jesu Wirklichkeit: „Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen" (Mt 5,8). Das war die große Hoffnung, die sowohl von Paulus als auch von Johannes selbst verkündet worden war: „Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht" (1 Kor 13,12). „Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist" (1 Joh 3,2). Ihm für immer geweiht - „sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben" - stehen die Gerechten vor Gott in der Freude einer Begegnung, die nichts und niemand je wird unterbrechen können. Sodann erblickt Johannes mitten in der Stadt den „Baum des Lebens". Für die Stammeltern war dieser Baum Anlass zur Sünde, nun aber ist er Quell des Lebens für die Auserwählten Gottes. Es ist der Baum Christi, sein Kreuz, das nicht mehr Zeichen des Todes, sondern des Lebens ist.