Vorabend des Sonntags

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Gedenken an die Deportation der jüdischen Einwohner von Rom während des Zweiten Weltkrieges.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Lukas 12,8-12

Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt! Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen,
so spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Urteil über die Jünger wird schon dadurch gesprochen, dass wir Jesus anhängen oder nicht, ja, man kann sogar sagen, dass unsere Treue zu ihm Jesus selbst noch fester an uns bindet. Wer dem Evangelium folgt und auch in den Zeiten der Prüfung auf dem Weg ausharrt, den es uns weist, der wird gerettet, weil der Herr bei ihm ist. Wer sich dagegen von der Angst überwältigen lässt und das Evangelium und die Schwestern und Brüder verleugnet, führt seinen Untergang selbst herbei. Jesus hat dies schon zu anderen Gelegenheiten gesagt: "Wer sein Leben retten will, wird es verlieren" (Lk 9,24). Gleichwohl kennt er unsere Schwäche und weiß genau, dass wir den Lockungen der Versuchung erliegen und in Sünde fallen können. Jesus ist immer bereit zur Vergebung, wie er selbst andeutet: "Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden". Es scheint, als könne Jesus es tolerieren, wenn jemand ihn selbst nicht versteht und dies anschließend bereut. Was er aber nicht tolerieren kann, ist, wenn jemand den Plan der Liebe Gottes falsch auslegt, das heißt, seine Barmherzigkeit nicht anerkennt. Das ist eine echte Gotteslästerung. Denn er fügt hinzu: "Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden." Auch der Evangelist Markus zitiert diese strengen Worte und ergänzt: "Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist" (Mk 3,30). Die Sünde gegen den Heiligen Geist besteht darin, nicht anzuerkennen, dass Gott selbst in Jesus gegenwärtig ist und auch nicht anzuerkennen, dass in der Kirche, in der christlichen Gemeinschaft der Heilige Geist am Werk ist, der tröstet und vergibt. Wenn bestritten wird, dass die Gegenwart Gottes in Jesus ist und auch in der Kirche gleichsam einen Vorrat an Barmherzigkeit bildet, lästert man Gott und schließt sich vom Weg des Heiles aus, weil man die barmherzige Liebe Gottes leugnet. Die Worte Jesu sind streng für den, der Verrat begeht, aber tröstlich für den, der ausharrt. Der Herr versteht unsere Schwäche und kommt uns immer und besonders in den schwierigen Momenten entgegen: "Macht euch keine Sorgen", sagt er zu uns, "denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst." Der Beistand des Herrn ist unsere Stärke.